Eintracht Frankfurt siegt beim FC Bayern 2:1

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Coach Oliver Glasner hat seinen ersten Liga-Sieg mit Eintracht Frankfurt ausgerechnet beim deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger gefeiert. Die Hessen gewannen am Sonntag in München gegen den FC Bayern auch dank eines Tores von Martin Hinteregger mit 2:1 und fügten dem Spitzenreiter damit die erste Saisonniederlage in einem Bewerbsmatch zu.

Die Münchner liegen nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem ersten Verfolger Bayer Leverkusen, der bei Arminia Bielefeld einen 4:0-Erfolg einfuhr. Einen Punkt hinter dem Führungsduo, das in der nächsten Runde in zwei Wochen in Leverkusen aufeinandertrifft, liegt das drittplatzierte Dortmund. Frankfurt schob sich an die 13. Stelle.

Die Bayern gingen in der 29. Minute durch Leon Goretzka in Führung. Eingeleitet wurde der Treffer von einem Ballverlust von Hinteregger. Dafür betrieb der Kärntner schon drei Minuten später Wiedergutmachung - nach einem Corner von Filip Kostic konnte er relativ unbedrängt einköpfeln. Das entscheidende Tor für die Eintracht glückte Kostic mit einem Schuss ins lange Eck in der 83. Minute.

Bei den Siegern spielte neben Hinteregger auch Stefan Ilsanker durch. Marcel Sabitzer kam beim FC Bayern in der 75. Minute auf den Platz. Hinteregger war nach dem Erfolg überglücklich: „Wir sind dem ersten Liga-Sieg lange nachgelaufen. Dass es ausgerechnet auswärts gegen die Bayern gelingt, das ist Fußball, wie wir ihn kennen.“

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Das 0:1 sei ein passender Weckruf gewesen, meinte der Kärntner, der nun zur ÖFB-Auswahl reist. „Ich beneide ein bisschen die Spieler, die da bleiben und drei, vier Tage frei haben. Aber ich spiele gern fürs Nationalteam“, erklärte Hinteregger. Glasner sprach der Mannschaft ebenfalls im DAZN-Interview ein „Riesenkompliment“ aus. „Der Sieg freut mich mega, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns“, betonte der Oberösterreicher.

Im Abendspiel brachte Moussa Diaby die Leverkusener in Bielefeld in der 18. Minute in Führung. Die nächsten beiden Tore der Werks-Elf gingen auf das Konto von Patrik Schick (24., 57.), ehe sich auch noch Kerem Demirbay (92./Elfmeter) in die Schützenliste eintrug. Manuel Prietl spielte bei den Verlierern durch, Alessandro Schöpf und Patrick Wimmer verließen in der 62. Minute den Platz.

Letzterer hatte in der 20. Minute mit einem sehenswerten Fersler das vermeintliche 1:1 erzielt. Schiedsrichter Felix Zwayer versagte dem Tor aber die Anerkennung, weil Leverkusen-Goalie Lukas Hradecky angeblich vom im Abseits gestandenen Masaya Okugawa die Sicht verstellt worden war. „Masaya hat nicht aktiv ins Geschehen eingegriffen, deshalb glaube ich nicht, dass es Abseits war“, sagte Wimmer.

Davor hatte der 1. FC Union Berlin dank eines Doppelpacks von Taiwo Awoniyi den FSV Mainz 05 mit 2:1 besiegt und seinen ersten Auswärtssieg dieser Fußball-Bundesliga-Saison gelandet. Der frühere Mainzer traf bei zwei Kontern der Berliner (69., 73.) und erzielte mit seinem ersten Treffer das 100. Liga-Tor der Berliner in ihrer noch jungen Erstliga-Geschichte. Für die Mainzer hatte der vom Hauptstadtclub ausgeliehene Marcus Ingvartsen in der 40. Minute die Führung erzielt.

Bei Union saß Christopher Trimmel auf der Bank, der Hauptstadt-Verein schob sich auf Platz sieben. Die Mainzer sind nun Neunter. Bei den Verlierern spielte Karim Onisiwo durch und bereitete das Tor von Ingvartsen vor. David Nemeth kam in der 20. Minute für den verletzten Jeremiah St. Juste und gab damit sein Debüt für den FSV, Kevin Stöger wurde in der 76. Minute eingewechselt.


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