Zwei Geschwisterkinder missbraucht: Prozess in Eisenstadt

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Ein 32-jähriger Burgenländer hat sich am Dienstag am Landesgericht Eisenstadt verantworten müssen, weil er zwei Kinder über 14 Jahre hinweg mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Bereits als 14-Jähriger soll er im Jahr 2003 damit begonnen haben. Bei den beiden Kindern handelt es sich um Geschwister, die von der Mutter des Angeklagten als Tagesmutter betreut wurden. Das Mädchen war zu Beginn acht Jahre alt, der Bub sieben. Der 32-Jährige bekannte sich nicht schuldig.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt warf dem Südburgenländer das Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen vor. Von 2003 bis 2017 soll er die Geschwister, die heute 25 und 26 Jahre alt sind, missbraucht haben.

Das Mädchen habe sich einmal anderen Kindern aus dem Ort anvertraut und sexuelle Übergriffe angedeutet, erzählte eine Zeugin vor Gericht. Bei einem Gespräch mit seiner Mutter habe diese aber gemeint, das Kind habe das nur erfunden. „Sie hat sich entschuldigt. Für uns war das damals damit erledigt“, erzählte die Zeugin.

Eine langjährige Betreuerin der Familie der Kinder vom Jugendamt Güssing sagte vor Gericht, dass die beiden von klein auf bei der Tagesmutter gewesen seien, weil ihre alleinerziehende Mutter arbeiten musste. Die Mutter des Angeklagten habe sich wie eine Pflegemutter um die beiden gekümmert und etwa Behördenwege für sie erledigt. Vom angeklagten Missbrauch habe sie nie etwas mitbekommen, zumal sie schon seit vielen Jahren in Pension sei.

Am Dienstagvormittag wurden mehrere Zeugen einvernommen. Danach wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Video der Befragungen vorgespielt. Ein Urteil wird für den Nachmittag erwartet.


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