Wiener Secession hat mit Ramesch Daha neue Präsidentin

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Die Vereinigung bildender Künstlerinnen und Künstler Wiener Secession hat mit Ramesch Daha eine neue Präsidentin. Sie folgt auf Herwig Kempinger, der nach acht Jahren und vier Amtsperioden bei der gestrigen Generalversammlung nicht erneut antrat, wie es am Dienstag in einer Aussendung heißt. Neu gewählt wurden auch die Vorstandsmitglieder.

„Als Team werden wir im Vorstand auch weiterhin ein internationales zeitgenössisches Programm auf höchstem Niveau entwickeln, das die gelebte Vielfalt künstlerischer Zugänge ebenso anerkennt wie die komplexen Lebensrealitäten und globalen Herausforderungen unserer Gegenwart“, so Daha . „Wir verstehen die Secession als einen Ort des sozialen Austausches, an dem die virulenten kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Diskurse verhandelt werden. In diesem Zusammenhang werden wir uns auch kritisch mit der eigenen Rolle, den damit verbundenen Privilegien und der Geschichte der Secession auseinandersetzen.“

Grundlegendes Ziel sei es, das Haus weiter zu öffnen, sowohl für die Mitglieder, vor allem aber auch nach außen mit Blick auf neue Besucherinnen und Besucher, indem verschiedene Erfahrungshorizonte und biografische Hintergründe eingebunden werden sollen. Konkret geplant sei etwa „ein engagiertes und barrierefrei ausgerichtetes Vermittlungsprogramm und eine Erweiterung der digitalen Formate“. Darüber hinaus sei es ein großes Anliegen, den ökologischen Fußabdruck des Hauses nachhaltig zu verbessern.

Ramesch Daha wurde 1971 in Teheran geboren und lebt seit 1978 in Wien. In ihrer künstlerischen Arbeit widmet sie sich „dem Verschwinden von Erzählungen und Dingen an historischen Bruchstellen sowie Familiengeschichte(n) als Spiegel gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen“.

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