Mindestens 17 Opfer durch gepanschten Alkohol in Russland

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Nach dem illegalen Verkauf von gepanschtem Alkohol in Russland ist die Zahl der Todesopfer auf 17 gestiegen. Insgesamt seien 33 Opfer bekannt, die von einer Alkoholvergiftung betroffen seien, wie die Behörden in der Region Orenburg am Freitag mitteilten. Die Frauen und Männer stammen aus mehreren Dörfern etwa 1.200 Kilometer südöstlich von Moskau. Zu den Ärzten in der Region kämen weitere Betroffene mit Vergiftungserscheinungen.

Der zuständige Gouverneur, Denis Pasler, appellierte daher eindringlich an die Bevölkerung: „Verzichten Sie auf den Kauf von Alkohol.“ Nach seinen Angaben gab es großflächige Kontrollen von Verkaufsstellen in der Umgebung, um den gepanschten Alkohol aus dem Verkehr zu ziehen. „Bis zum Abschluss der Ergebnisse kann Alkoholkonsum lebensgefährlich sein“, warnte der Gouverneur. Nach Angaben der Behörden wurden zunächst mehr als 1.000 Flaschen beschlagnahmt.

In den örtlichen Medien wurden Bilder veröffentlicht, wonach der gepanschte Alkohol kaum von geprüfter Ware zu unterscheiden gewesen sei. Daher solle man komplett auf den Kauf von Alkohol verzichten. Die Untersuchung der Flüssigkeiten dauerte zunächst noch an. Die Ermittler nahmen bisher drei Verdächtige fest. Darunter sei ein 29-Jähriger, der die „illegale Produktion“ organisiert haben soll. Diese sei offenbar in der Stadt Orsk abgewickelt worden. Die Polizei habe das entsprechende Gebäude ermittelt. Die anderen Festgenommenen sollen den tödlichen Alkohol verkauft haben.

In den Körpern der Toten wurde nach Angaben der Behörden reiner Methanol nachgewiesen - „ein tödliches Gift“, wie es hieß. „In einigen Fällen wurde festgestellt, dass die Konzentration des Stoffes drei- bis fünf Mal höher sei, als eine tödliche Dosis.“ Die Behörden riefen die Menschen nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol auf, sich schnellstmöglich zum Arzt zu begeben. Denn von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis zum Tod dauerte es oft nur eine Stunde, hieß es weiter.

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