Friedensnobelpreis für Journalisten Ressa und Muratow

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Die beiden Journalisten Maria Ressa von den Philippinen und Dmitri Muratow aus Russland erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Das gab das norwegische Nobelkomitee am Freitag bekannt. Sie bekommen den Preis für ihren „mutigen Kampf“ für Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und dauerhaften Frieden sei, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen, bei der Bekanntgabe in Oslo.

Die beiden Journalisten stünden auch „für alle Journalisten, die sich für dieses Ideal einsetzen in einer Welt, in der Demokratie und Pressefreiheit zunehmend gefährdet sind“, so Reiss-Andersen. Mit der Auszeichnung für Ressa und Muratow solle die Bedeutung des Schutzes der Meinungs- und Pressefreiheit weltweit unterstrichen werden.

Ressa ist Geschäftsführerin der Online-Nachrichtenseite „Rappler“, die sich für Pressefreiheit auf den Philippinen einsetzt. Sie nahm erst kürzlich am dreitägigen Weltkongress des Internationalen Presse Instituts (IPI) in Wien teil - allerdings war sie nur online zugeschalten, da ihre Gerichte verbaten, für den Kongress nach Wien zu reisen. Muratow gründete die unabhängige russische Zeitung „Nowaja Gaseta“ und war bis 2017 deren Chefredakteur.

Dotiert sind die Nobelpreise in diesem Jahr erneut mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980.000 Euro) pro Kategorie. Verliehen werden sie traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Nobel.

Der Friedensnobelpreis wird als einziger Nobelpreis nicht in Stockholm, sondern in Oslo verliehen. Er gilt als die renommierteste politische Auszeichnung der Welt. 329 Kandidaten - 234 Persönlichkeiten und 95 Organisationen - sind in diesem Jahr für ihn nominiert gewesen. Das war die drittgrößte Zahl an Nominierten jemals. Die Namen der Nominierten werden traditionell 50 Jahre lang geheim gehalten. Im vergangenen Jahr war die Ehrung an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gegangen.

Mit dem Friedensnobelpreises haben die Tage der Nobelpreis-Verkündungen ihren Höhepunkt erreicht. Zuvor waren in dieser Woche bereits die Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur bekanntgegeben worden. Am kommenden Montag folgt noch der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften, der als einziger der Preise nicht auf das Testament des Dynamit-Erfinders und Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896) zurückgeht.


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