Parlamentswahl im Irak begonnen

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Unter einem Großaufgebot an Sicherheitskräften hat im Irak die Parlamentswahl begonnen. Nach Angaben der irakischen Militärführung sind am Sonntag mehr als 250.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Sie sollen verhindern, dass es zu Zwischenfällen kommt. Insgesamt sind rund 25 Millionen Menschen aufgerufen, die 329 Abgeordneten im Parlament zu bestimmen. Ein Viertel aller Sitze ist für Frauen reserviert. Erste Ergebnisse sollen am Montag vorliegen.

Der ölreiche Irak steckt in einer politischen und wirtschaftlichen Krise. Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi hatte die Abstimmung nach Massenprotesten um mehrere Monate vorgezogen. Die Demonstrationen waren im Oktober 2019 ausgebrochen. Sie richteten sich unter anderem gegen die grassierende Korruption und die schlechte Infrastruktur.

Viele Menschen haben sich von der Politik abgewendet, weil sie im bestehenden politischen System keine Besserung erwarten. Beobachter rechnen mit einer niedrigen Wahlbeteiligung. Bei der Abstimmung im Mai 2018 war sie auf ein Rekordtief von 44,5 Prozent gefallen.

Der Irak leidet auch noch unter den Folgen des Krieges gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Extremisten hatten 2014 große Gebiete im Norden und Westen des Landes überrannt. Vor rund vier Jahren erklärte die Regierung den Sieg über den IS. Zellen der Jihadisten sind aber weiter aktiv und verüben Anschläge.


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