G20-Gruppe berät auf Sondergipfel über Afghanistan-Krise

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In Rom hat am Dienstag ein G20-Sondergipfel zur Krise in Afghanistan begonnen. Das Gipfeltreffen per Videokonferenz wurde von Italiens Ministerpräsident Mario Draghi eröffnet, der derzeit den G20-Vorsitz innehat. Bei den Beratungen sind neben den 20 wichtigsten Industrienationen der Welt auch andere Länder und Akteure wie die Vereinten Nationen oder die Weltbank dabei.

China wird von seinem Außenminister Wang Yi vertreten. Am Ende des Gipfeltreffens ist am Dienstagabend eine Pressekonferenz Draghis geplant.

Das Ziel der Bemühungen sei zuallererst, Lösungen zur Bekämpfung der „humanitären Katastrophe“ in dem bitterarmen Land zu suchen. „Es ist die Pflicht der reichsten Länder dieser Welt, etwas zu tun“, betonte Draghi. „Es geht darum, Menschenleben zu retten.“ Draghi hatte ein solches Treffen schon seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Taliban in Afghanistan im August forciert. Italien hat in den vergangenen Wochen 5.000 Flüchtlinge aus Afghanistan aufgenommen.

Als zweiten zentralen Aspekt der Beratungen in knapp zwei Wochen zählt der Kampf gegen den Terrorismus. Diskutiert wird darüber, welche Maßnahmen die G20-Länder treffen können, um zu verhindern, dass Afghanistan wieder zu einem sicheren Hafen für islamistische Terroristen wird.

Die Außenminister der G20 hatten den Gipfel bereits am Rande der UNO-Vollversammlung in New York vorbereitet. In zwei Wochen steht in Rom das reguläre Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G20 an.


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