Waschbären in die Tierwelt Herberstein eingezogen

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Mit zwei Waschbären, die aus einer illegalen Haltung in Kärnten stammen, ist eine neue Tierart im oststeirischen Tierpark Herberstein eingezogen. Die beiden Kleinbären waren im Juni einem 51-Jährigen aus St. Paul im Lavanttal abgenommen worden. Die Privathaltung von Waschbären, die als invasive Tierart gelten, ist nämlich verboten. Den beiden Allesfressern wurde innerhalb von acht Wochen ein Gehege nahe der Bisons gebaut, hieß es am Mittwoch seitens des Tierparks.

Die Tierwelt Herberstein betonte, dass man unerwartet zu den nordamerikanischen Waschbären namens Harry und Loyd gekommen ist. Man wisse daher auch nicht, wie alt sie genau sind. Sie dürften aber rund drei Jahre am Buckel haben und Brüder sein. Der ursprüngliche Besitzer hatte sie angeblich als Welpen über eine Internetplattform in Deutschland gekauft, obwohl er wusste, dass die Haltung Privatpersonen untersagt ist.

Seit dem Jahr 2014 stehen Waschbären auf der EU-Liste der invasiven Arten. „Eine invasive Tierart ist gebietsfremd, kann sich etablieren, unkontrolliert ausbreiten und dadurch heimische Tierarten verdrängen“, erklärte der zoologische Leiter von Herberstein Reinhard Pichler. Die Haltung in Zoos unterliege auch strengen Auflagen. Die Waschbären sind nun die 85. Tierart in dem Zoo in der Oststeiermark. Den dämmerungs- und nachtaktiven Waschbären wurde neben den Bisons ein Gehege mit Klettergerüst, Schlafhöhle, Wasserstelle, Bäumen und Futter-Wühlkiste gebaut.

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