Neuer Außenminister Linhart setzt Besuch in Sarajevo fort

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Österreichs neuer Außenminister Michael Linhart (ÖVP) setzt am Freitag seinen Besuch in Sarajevo fort. Linhart wird in der bosnischen Hauptstadt mit Außenministerin Bisera Turković, dem dreiköpfigen Staatspräsidium von Bosnien-Herzegowina sowie dem EUFOR-Kommandanten, dem österreichischen Generalmajor Alexander Platzer, zusammenkommen. Im Fokus steht das Engagement Österreichs für die EU-Erweiterung am Westbalkan, die Linhart im Vorfeld als „Herzensanliegen“ bezeichnete.

Seit dem Friedensabkommen von Dayton, das 1995 den drei Jahre dauernden Bosnien-Krieg beendet hatte, besteht Bosnien-Herzegowina aus zwei Landesteilen, der Bosniakisch-Kroatischen Föderation und der etwas kleineren Republika Srpska (Serbische Republik). Das Staatspräsidium ist nach ethnischen Kriterien mit Vertretern aller drei Volksgruppen - der (muslimischen) Bosniaken, der (katholischen) Kroaten und der (orthodoxen) Serben - besetzt. Den Vorsitz hat seit Ende Juli der Kroate Željko Komšić inne. Weitere Mitglieder sind der Bosniake Šefik Džaferović und der Serbe Milorad Dodik. Zudem steht für den österreichischen Neo-Ressortchef ein Termin mit dem Ministerratsvorsitzenden Zoran Tegeltija auf dem Programm.


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