ÖVP-Ermittlungen: Beinschab soll Nachrichten gelöscht haben

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Die in der Inseraten-Affäre beschuldigte Meinungsforscherin Sabine Beinschab soll diverse Nachrichten auf ihrem Handy gelöscht haben. Das geht aus der Anordnung zu ihrer Festnahme hervor, über die „Kurier“, heute.at und „Standard“ berichten. Betroffen sein sollen Unterhaltungen mit der wie Beinschab beschuldigten Meinungsforscherin Sophie Karmasin sowie den Brüdern Fellner. Beinschab war zuletzt wieder auf freien Fuß gekommen.

„Die Auswertung der WhatsApp-Chatverläufe mit Wolfgang Fellner, Nikolaus Fellner, Mag. Helmut Fellner sowie MMag. Dr. Sophie Karmasin brachte das Ergebnis, dass Sabine Beinschab diese Chats mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Abend des 5. Oktober 2021 zwischen 22:37:46 und 22:40:29 Uhr (jeweils MESZ) geleert hat“, heißt es wörtlich. Eine Hausdurchsuchung bei Beinschab soll auch ergeben haben, „dass zahlreiche Suchanfragen zu Löschungen durchgeführt wurden“. Einen Kontakt zwischen Beinschab und dem früheren Kanzler-Sprecher Johannes Frischmann soll es bis zuletzt gegeben haben. Die Nachrichten sind aber gelöscht.

Auffällig war für die Ermittler offenbar, wann die Löschungen durchgeführt wurden. Suchanfragen, wie man Geräte löscht, wurden zwei Tage nach einer Pressekonferenz von ÖVP-Vize-Generalsekretärin Gaby Schwarz, in der kommende Razzien beklagt wurden, vermerkt. Zudem soll es noch zu Chat-Löschungen am Tag vor der Hausdurchsuchung bei Beinschab gekommen sein.


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