Liga-Topduo Salzburg und Sturm im Cup-Achtelfinale gefordert

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Mittwoch ist in dieser Woche der Hauptspieltag im Achtelfinale des ÖFB-Cups. Mit Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Sturm Graz steigen auch die beiden Topteams der österreichischen Fußball-Bundesliga am Abend ins Geschehen ein. Die Grazer empfangen im ORF-1-Livespiel Liga-Konkurrent SV Ried (18.00 Uhr), Salzburg muss zum Zweite-Liga-Zehnten SKN St. Pölten (19.00). Hartberg bekommt es auswärts mit Blau Weiß Linz zu tun, der FAC bittet den Kapfenberger SV zum Tanz.

Im ersten von zwei Bundesliga-Duellen im Achtelfinale empfängt der Zweite Sturm Graz die neuntplatzierten Rieder. Sturm hat am Wochenende gerade erst eine harte englische Woche abgeschlossen, auf die 0:1-Niederlage gegen Real Sociedad in der Europa League folgte die 1:4-Abreibung bei Meister Salzburg am Sonntag. Dazu traten bei ein paar Spielern wie Kapitän Stefan Hierländer (Knie-OP) oder Alexander Prass (Zerrung im Oberschenkel) Beschwerden zutage, die Christian Ilzer doch Kopfzerbrechen bereiten. Vincent Trummer leidet an Rückenproblemen, zudem hat Alexandar Borkovic leichte muskuläre Probleme.

„Die vergangene Woche hat natürlich Substanz gekostet und wir müssen in alle Richtungen überlegen, ob wir aufgrund der möglichen Ausfälle strategisch etwas verändern“, sagte der Trainer. „Wir werden uns so vorbereiten, dass wir die Hürde Ried zuhause packen können. K.o.-Spiele sind immer besonders und wir bleiben zuversichtlich und wollen neue Potenziale wecken und schauen, wo wir aus welchem Spieler noch etwas herausholen können.“

In der Liga trafen die beiden Teams zuletzt am 17. Oktober aufeinander. Die Grazer siegten vor eigenem Publikum dank eines Treffers von Jakob Jantscher mit 1:0. „Wir werden gegen Sturm Graz ähnlich aggressiv spielen müssen wie zuletzt in der Meisterschaft. Sie werden uns aber nicht überraschen können, da sie ihren Spielstil fast schon perfektioniert haben“, so Rieds Trainer Christian Heinle. „Die Grazer haben eine sehr hohe Qualität. Wir waren in der Meisterschaft knapp dran und sind auch im Cup nicht chancenlos“, meinte Mittelfeldspieler Stefan Nutz.

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Salzburg-Coach Matthias Jaissle kündigte an, in St. Pölten ein paar frische Kräfte aufzustellen. „Die nächsten Tage und Wochen werden sehr intensiv, von dem her werden wir ein paar Jungs das Vertrauen schenken, die zuletzt weniger Einsatzminuten bekommen haben“, sagte der Deutsche am Dienstag. Das bisher letzte Match in St. Pölten gewann der Serienmeister am 18. November 2020 mit 8:2, das bisher letzte Treffen am 7. März dieses Jahres in Salzburg endete mit einem 4:1-Sieg.

„So ein K.o.-Spiel birgt immer ein Risiko. Der Underdog, in dem Fall St. Pölten, will uns morgen vor große Herausforderungen stellen. Deswegen dürfen wir uns keine Fehler erlauben. Dadurch, dass es ein K.o.-Spiel ist, kann es ganz schnell vorbei sein, aber wir sind guter Dinge und wir gehen mit einer breiten Brust in die Partie“, führte Jaissle aus. Die Salzburger sind achtfacher Cupsieger (2012 sowie von 2014 bis 2017 und von 2019 bis 2021). Das 0:1 nach Verlängerung im Finale 2018 gegen Sturm war die einzige Niederlage in den jüngsten 50 Cup-Partien. „Die Mannschaft ist richtig geil, wir wollen unbedingt ins Cup-Finale kommen und das auch gewinnen“, stellte Luka Sucic klar.

Der FAC hat in der 2. Liga in den vergangenen fünf Meisterschaftsrunden zehn Punkte geholt und dabei nur einen Gegentreffer kassiert. Zuletzt gab es zwei Zu-Null-Heimsiege gegen Vorwärts Steyr (2:0) und SV Horn (3:0). Das Selbstvertrauen stimmt also, und die Floridsdorfer wollen nach sechs Jahren wieder die Runde der besten acht Cup-Teams erreichen. „Für den gesamten FAC ist dieses Spiel eine einmalige Gelegenheit, da braucht es keine Extra-Motivation mehr, weder für die Spieler noch für die Mitarbeiter und Fans“, sagte Sport-Manager Lukas Fischer vor der Heimpartie gegen Kapfenberg.


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