Sechstes Klanglicht-Festival in Schloss Eggenberg eröffnet

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Vergangenes Jahr fiel es coronabedingt ins Wasser, heuer kehrt das Grazer Klanglicht mit neuem Termin und an einem ganz speziellen neuen Standort zurück. Am Mittwoch wurde das sechste Klanglicht-Festival in Schloss Eggenberg feierlich eröffnet. Zu sehen sind heuer elf auf Ton und Licht basierende Installationen rund um das aus dem 17. Jahrhundert stammende Schloss im Westen von Graz.

Erfinder des Festivals ist der Geschäftsführer der Grazer Bühnen, Bernhard Rinner. Er berief sich bei der Eröffnung der diesjährigen Ausgabe auf die Kaiserhochzeit des Jahres 1673, als sich just im Schloss Eggenberg der musikaffine Habsburger-Kaiser Leopold I. mit Claudia Felizitas von Österreich-Tirol vermählte. Rinner zitierte aus einem zeitgenössischen Bericht, wonach damals die Grazer aus feierlichem Anlass zwei Nächte lang Laternen in die Fenster stellten, beziehungsweise stellen mussten. „Damals wurde das Klanglicht erfunden“, befand Rinner.

Mit der Freude über die Rückkehr des Festivals trotz anhaltender Pandemie hielten auch die anderen Festredner nicht hinter dem Berg. Das Klanglicht sei aus dem steirischen Kulturgeschehen „nicht mehr hinwegzudenken“, so etwa Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP). Inwieweit das Klanglicht Graz tatsächlich „international ins Rampenlicht gestellt“ hat, wie Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) konstatierte, sei dahingestellt, jedenfalls erfreute sich das Festival am Mittwochabend regen Zustroms der Grazer Bevölkerung.

Zu bestaunen gab es - und gibt es noch in den kommenden Tagen - unter anderem die großflächige Leuchtballoninstallation „Jardin des Planètes“ und ein überdimensionales Pferdchenballett des französischen Performancekollektivs Compagnie des Quidams - beides nicht weit von der Welt eines Andre Heller entfernt. Für anspruchsvolle Klanglicht-Besucher gibt es die Morsecodeinstallation „Beyond That“ der Wiener Künstlerin Birgitte Kowanz, die sich auf vielfältige Weise mit dem Phänomen der Kommunikation auseinandersetzt.

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Wie immer bei Klanglicht kommen auch etliche Lokalmatadore zum Zug. Die Stammgäste OchoReSotto belichten diesmal die Fassade des Schlosses mit einem bunten Bilderkaleidoskop aus dessen Geschichte. Das Grazer Künstlerduo studio Asynchrome und der Medienkünstler Winfried Ritsch verwandeln die zum Schloss führende Eggenberger Allee in eine grelle post-urbane Straßenmeile, die so manchen Besucher an die den unweit befindlichen Stadtteilbaustellen Smart City und Reininghaus erinnern mag.

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