Dwamena kann am Tag nach Zusammenbruch „schon wieder lachen“

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Fußball-Stürmer Raphael Dwamena ist einen Tag nach seinem Zusammenbruch auf einem schnellen Weg der Besserung. Der 26-Jährige darf das Krankenhaus wahrscheinlich schon am Donnerstag wieder verlassen, gab sein Club Blau-Weiß Linz bekannt. „Raphael geht es soweit gut, davon konnte ich mich heute selbst bei ihm im Krankenhaus überzeugen und er kann auch schon wieder lachen“, erklärte BW-Sportdirektor Tino Wawra in einer Club-Aussendung.

Dwamena - der seit 2020 mit einem implantierten Defibrillator spielt - war am Mittwoch beim kurz darauf abgebrochenen Cup-Achtelfinale gegen Hartberg in der 20. Minute am Spielfeldrand zusammengebrochen. Laut Angaben der Linzer sei er während des Notfalls stets bei Bewusstsein gewesen. „Die Aussage der Ärzte war jene, dass er aufgrund seines eingesetzten Defibrillators nie in akuter Lebensgefahr war. Sein ‚Defi‘ hat insgesamt vier Mal regulierend eingegriffen“, so Wawra.

Am Donnerstag habe Dwamena noch einige Untersuchungen vor sich, er dürfe die Klinik entweder bereits am Abend oder am Freitagvormittag verlassen. „Eine Gefahr besteht dann nicht mehr, wenn er Anstrengungen vermeidet“, meinte der Sportdirektor. Was das für die weitere Sportkarriere von Dwamena bedeutet, ist offen. „Die Tragweite der Situation ist nicht einfach, und natürlich ist ihm das jetzt alles auch wieder bewusst geworden und er kann die Zukunft realistisch einschätzen. Wie es weiter geht, werden wir in den nächsten Tagen gemeinsam mit den Ärzten besprechen.“

Herzrhythmusstörungen verbauten dem großen Talent schon früher eine große Fußball-Karriere. 15 Millionen Euro soll Brighton & Hove Albion 2017 für seine Künste auf den Tisch gelegt haben, zwölf Tore in 18 Spielen für den FC Zürich hatten den englischen Erstligisten überzeugt. Der Transfer scheiterte aber wegen eines nicht bestandenen Medizin-Checks, die entdeckten Herzrhythmusstörungen ließen die Südengländer vom Kauf Abstand nehmen. Stattdessen wechselte Dwamena später nach Spanien zu Levante und Leihclub Real Saragossa, wo er aber schon nach wenigen Monaten seine Karriere wegen der Herzprobleme unterbrechen musste. Der Defibrillator hatte angeschlagen, woraufhin ihn die Spanier nicht mehr einsetzten.

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Gut 14 Tage nachdem der Däne Christian Eriksen beim EM-Spiel seines Landes auf dem Rasen einen Herzstillstand erlitten und nur knapp überlebt hatte, wechselte Dwamena zum Zweitligisten nach Linz. Die Herzschwäche des Ghanaers, der einst durch das Scouting-Netz von Red Bull nach Europa gekommen war und für den FC Liefering und Austria Lustenau auf Torejagd gegangen ist, war Manager Stefan Reiter natürlich bekannt. „Wir haben ihn, als er zu uns gekommen ist, intensiv von Top-Ärzten im AKH Linz durchchecken lassen“, sagte Reiter am Mittwoch zur APA. „Mit dem Ergebnis, dass alles okay ist.“

Man habe die Defibrillator-Werte auslesen lassen. „Es gab keine Auffälligkeiten und in den Trainings und Spielen lief alles problemlos“, betonte Reiter. Erst Anfang Oktober hat Dwamena sein Debüt gegeben, eine Thrombose in der Hand hatte ihn zuvor außer Gefecht gesetzt. Einen Zusammenhang mit seiner Herzanomalie sahen die Blau-Weiß-Verantwortlichen damals nicht.


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