Republik gedenkt der Opfer des Terrors vor einem Jahr

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Die Spitzen der Republik gedenken am Dienstag der Opfer des Terroranschlags in der Wiener Innenstadt am 2. November vor einem Jahr. Die Gedenkveranstaltung mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und weiteren Vertretern der Bundesregierung, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) und Kardinal Christoph Schönborn findet am späten Nachmittag in der Ruprechtskirche statt.

Das Gedenken, das um 16.45 Uhr beginnt, wird musikalisch von den jungen Musikerinnen der Gruppe „Weil ma glaubn“ begleitet werden. Sie probten in der Stunde des Anschlages vor einem Jahr in der Ruprechtskirche. Der Attentäter war nur wenige Meter von der Kirche entfernt am Ruprechtsplatz von Einsatzkräften der Polizei erschossen worden, nachdem er vier Passanten getötet hatte. 17 Jugendliche hatten sich an diesem Abend in der Ruprechtskirche zu einem Gebetsabend versammelt. Sie entgingen dem Attentäter, indem sie die Lichter löschten und das Eingangstor versperrten, als die ersten Schüsse fielen. Die jungen Gläubigen harrten bis 2.30 Uhr in dem verdunkelten Gotteshaus aus, erst dann gab die Polizei Entwarnung.

Weil die Kirche recht klein ist, ist die Teilnehmerzahl an der Veranstaltung streng begrenzt. ORF und APA übertragen das Gedenken live und stellen den anderen Medien auch kostenlos Material zur Verfügung.

Nach dem Gedenkakt in der Kirche werden Kanzler Schallenberg und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Abend im Hof der Rossauer Kaserne Einsatzkräfte der Polizei ehren.

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Auch die Stadt Wien plant ein würdevolles Gedenken im kleinen Rahmen. Bei dem im vergangenen Februar enthüllten Gedenkstein am Desider-Friedmann-Platz wird dabei ein Kranz niedergelegt. Neben der gesamten Stadtregierung mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) an der Spitze werden auch Hinterbliebene der Opfer erwartet. Der Desider-Friedmann-Platz ist einer der Tatorte im Bermudadreieck, dessen Lokale an jenem lauen Herbsttag auch am Abend voll waren.


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