Auch Tirol und Oberösterreich verschärfen Corona-Maßnahmen

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Nach der Steiermark und Wien verschärfen nun auch Tirol und Oberösterreich angesichts steigender Infektionszahlen die Corona-Regeln. Ab dem 8. November wird in beiden Ländern der Zugang zu Nachtgastronomie und Diskotheken sowie zu Veranstaltungen ab 500 Personen nur mehr mit einem 2G-Nachweis, also geimpft oder genesen, möglich sein.

Zudem wird es in Tirol ab dem Zeitpunkt auch eine FFP2-Maskenpflicht im gesamten Handel, in Museen, Bibliotheken und Einkaufszentren geben - auch für Geimpfte. Eine solche gilt in Oberösterreich bereits seit heute, Freitag. Sie gilt ebenso im gesamten Handel sowie in Kultureinrichtungen, in denen keine 3G-Regel gilt. In Kinos oder Theatern sowie bei körpernahen Dienstleistern besteht in Oberösterreich aber keine Maskenpflicht, hier muss man einen 3G-Nachweis herzeigen. Zudem gab es schon bisher in zwei Bezirken - Braunau und Freistadt - Ausreisekontrollen, Gmunden folgte am Freitag als weiterer betroffener Bezirk.

Im medizinischen Bereich wie in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Kureinrichtungen oder Arztordinationen wird in Tirol die 2,5G-Regel gelten. Dort muss man geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR-Test vorweisen können. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) bezeichnete die Maßnahmen in einer Aussendung als „alternativlos“. „Wir müssen in den letzten Wochen bei den Corona-Patientinnen und -Patienten in unseren Krankenhäusern leider einen Trend nach oben feststellen“, erklärte er. Aktuell werden im Bundesland 82 Corona-Patienten in den Spitälern behandelt, 20 davon auf Intensivstationen. 738 Corona-Infektionen kamen in den vergangenen 48 Stunden hinzu.

Prognosemodelle würden zeigen, dass bereits Ende nächster Woche mit 30 behandelten Covid-Patienten auf den Intensivstationen gerechnet wird, argumentierte der Landeshauptmann. Laut Ärzten könne „für manche Bereiche“ nicht mehr ausgeschlossen werden, dass in „absehbarer Zeit“ Routine-Operationen verschoben werden müssen. Einmal mehr betonte Platter, dass die Krankenhauskapazitäten das entscheidende Kriterium bei der Beurteilung seien.

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Aus Oberösterreich hieß es in einer Aussendung vom Freitag, sollte der Bund seine eigenen Maßnahmen vorziehen, werde man die landesspezifischen Maßnahmen selbstverständlich anpassen. „Die Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität“, betonten Landeshauptmann Thomas Stelzer und LHStv. Christine Haberlander (beide ÖVP). „Wir wollen dazu beitragen, die Spitalskapazitäten nicht zu überlasten und einen Lockdown zu verhindern.“ Die zusätzlichen Schutzmaßnahmen seien notwendig und sollen die Ausgangssituation über den Winter verbessern. Zudem kündigte das Land verstärkte Kontrollen zu Halloween an. Die Polizei werde Schwerpunktkontrollen in der Gastronomie und bei Veranstaltungen durchführen. Kinder, die von Haus zu Haus ziehen, um Süßigkeiten zu sammeln, würden selbstverständlich nicht kontrolliert.

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