Italien unterstützt bei Waldbrand im Rax-Gebiet

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Der Kampf gegen den in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) wütenden Waldbrand hat auch am sechsten Tag in Serie die Einsatzkräfte gefordert. In der Nacht auf Samstag bereitete aufgekommener Wind laut Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber vor allem an der sogenannten Ostflanke Schwierigkeiten. Zur Unterstützung eintreffen soll „schweres Fluggerät“ aus Italien, wie es aus dem Büro von LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) hieß.

An der Ostflanke seien in den Nachtstunden einmal mehr immer wieder Glutnester aufgeflammt, sagte Huber zur APA. Eine weitere Brandausbreitung wurde allerdings verhindert. Der Einsatz sei „sehr risikoreich“ für die Feuerwehrleute gewesen. Unterstützung bekamen sie auf dem unwegsamen Gelände von Mitgliedern der Bergrettung.

In Summe waren in der Nacht rund 200 Helfer an Ort und Stelle, tagsüber rechnet Huber mit bis zu 550. Aufgrund des anhaltenden Südwestwinds gelte das Hauptaugenmerk weiterhin der Ostflanke.

Schon am Freitag waren laut Pernkopf in Absprache mit dem Innenministerium Fluggerät-Kapazitäten in Nachbarstaaten abgefragt worden, „um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein“. Hilfestellung in Form von schwerem Fluggerät wird nun aus Italien kommen. Nähere Details sollen am Vormittag nach einer Lagebesprechung von Pernkopf mit Vertretern von Feuerwehr, Innen- und Verteidigungsministerium und der Stadt Wien feststehen, hieß es auf Anfrage.

Die Flammen waren am Montag ausgebrochen. Das Feuer breitete sich extrem rasch aus - innerhalb von zehn Stunden von fünf auf mehr als 100 Hektar.

Hinsichtlich der Brandursache geht die Polizei von einer „fremden Zündquelle“ aus. Umfelderhebungen, etwa auch in umliegenden Hütten, werden durchgeführt. Zahlreiche Hinweise sind bereits eingegangen.


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