Waldbrand im Rax-Gebiet vorerst auf 115 Hektar begrenzt

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Bei dem seit Wochenstart tobenden Waldbrand in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) ist bisher keine Entspannung in Sicht. Als Lichtblick galt, dass sich die Flammen nicht noch weiter ausbreiteten. „Nach wie vor können die Einsatzkräfte die Brandfläche auf 115 Hektar beschränken“, teilte Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich am Freitagabend mit. In Summe wurden 500 Helfer aufgeboten.

Generell sei es „immer wieder zu kleinflächigen Bränden gekommen“, die jedoch von Feuerwehrmitgliedern und mit Unterstützung von neun Hubschraubern rasch gelöscht worden seien. „Mit Riegelstellungen im steilen Gelände sowie mit dem Schlagen neuer Schneisen ist es zudem gelungen, einen Flammenüberschlag auf noch unbeschadete Bäume zu verhindern“, resümierte Resperger.

Als Schwerpunkt der Löscharbeiten galt nach Angaben von Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Huber die sogenannte Ostflanke. Dort bot sich ein Bild von Brand- und Rauchentwicklung: „Glutnester flammen dort immer wieder auf“, sagte der Einsatzleiter zur APA. Er sprach von einem kontrollierten Löschangriff, die Lage sei im Griff.

Im Westen, wo an der Höllental-Bundesstraße (B 27) mehrere Großtanklöschfahrzeuge positioniert worden waren, die dort als „Verteidigungsfront“ den Flammenüberschlag auf die Rax-Seite verhindern sollen, war die Lage laut Huber verhältnismäßig ruhig. „Es ist alles in Betrieb“, man sei gerüstet, „sollte Wind aufkommen“.

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Ebendiese windigen Verhältnisse stehen für die kommenden Tage im Raum. Angesagt worden waren sie auch bereits für Freitag - eine Prognose, die sich nicht bewahrheitete. „Es herrscht Windstille“, zeigte sich Huber in den Nachmittagsstunden erfreut.

Generelle Entspannung für die Situation könnten Niederschläge bringen. Diese sind aber erst für Montagabend angesagt. Bis dahin und wohl darüber hinaus heißt es für die Helfer im unwegsamen Gelände weiterrackern. Martin Boyer, stellvertretender Landesfeuerwehrkommandant, unterstützte am Freitag die eingesetzten Kräfte und sprach von einer aufopfernden Leistung, die von jedem einzelnen Feuerwehrmitglied erbracht werde. Angekündigt wurde, dass in den Nachstunden erneut rund 200 Helfer an Ort und Stelle bleiben werden, „um bei einem neuerlichen Feuerausbruch sofort eingreifen zu können“.

Bekämpft werden soll der Brand auch am Samstag mithilfe von Hubschraubern. „Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein“ wurden laut LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) in Absprache mit dem Innenministerium Fluggerät-Kapazitäten in Nachbarstaaten abgefragt. Das berichtete der ORF Niederösterreich am Freitagabend. Als am wahrscheinlichsten wurde demnach der Einsatz von zwei aus Italien stammenden Flächenflugzeugen sowie von einem Hubschrauber aus dem Nachbarland erachtet.

Die Flammen, die sich laut Resperger zum „größten Waldbrand, den es je in Österreich gab“ entwickelt haben, waren am Montag ausgebrochen. Das Feuer breitete sich extrem rasch aus - innerhalb von zehn Stunden von fünf auf mehr als 100 Hektar.

Gezählt wurden mittlerweile vier Verletzte. Bereits am Dienstag war der Fall eines 51-jährigen Forstarbeiters bekannt geworden, der im Spital behandelt werden musste. Zudem erlitten drei Feuerwehrleute leichte Blessuren.

Hinsichtlich der Brandursache geht die Polizei laut Sprecher Johann Baumschlager von einer „fremden Zündquelle“ aus. Es werde zahlreichen Hinweisen nachgegangen, hieß es am Freitag. Die Bezirksbrandermittler würden Umfelderhebungen durchführen, etwa auch in umliegenden Hütten.


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