Glutnester bei Waldbrand im Rax-Gebiet reduziert

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Der Kampf gegen den in Hirschwang in der Marktgemeinde Reichenau a.d. Rax (Bezirk Neunkirchen) wütenden Waldbrand ist auch am sechsten Tag in Serie auf Hochtouren gelaufen. Rund 750.000 Liter Wasser sind am Samstag laut Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner transportiert worden. Im Zusammenspiel mit eingesetzten Bodentruppen seien die Glutnester um ein Drittel reduziert worden. Angelaufen ist indes die Unterstützung mit ausländischen Fluggeräten.

Bereits angekommen sind im Waldbrandgebiet zwei Canadair-Maschinen des Typs CL-415 aus Italien. Diese weisen jeweils ein Fassungsvermögen von etwa 7.000 Litern auf, wie LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) der APA sagte. Geplant ist, dass die beiden Flugzeuge das benötigte Wasser aus der Neuen Donau aufnehmen. Zwei Probelöschungen wurden mit den Maschinen noch am Samstagnachmittag durchgeführt. „Ab Tagesanbruch werden sie uns morgen massiv unterstützen“, blickte Fahrafellner voraus.

Zwei Spezialhubschrauber - Sikorsky CH-53 - werden am (morgigen) Sonntagnachmittag aus Deutschland dazustoßen, beide mit je 5.000 Liter Fassungsvermögen. „Damit sind wir gewappnet für die nächsten Tage“, befand Pernkopf.

Der Landesvize zeigte sich generell „dankbar, dass wir diese Spezialgeräte bekommen“. Dies sei „auch ein Verdienst der Freiwilligen, die zu jeder Tages- und Nachtstunde bereit sind für die Nachbarstaaten zu kämpfen“, erinnerte der ÖVP-Politiker u.a. an den Einsatz zahlreicher niederösterreichischer Feuerwehrleute bei den Waldbränden in Nordmazedonien im August.

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Im Rax-Gebiet gingen am Samstag in Summe 850 Helfer zu Werke. Als Einsatzschwerpunkt galt u.a. der Bereich des Gipfelkamms bzw. die Gegend rund um die sogenannte Knofeleben. Mitgeholfen haben Personen aus mehreren Bundesländern: „Wir haben aus Wien, Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg Kräfte da“, gab Fahrafellner zu Protokoll. „Die Zusammenarbeit funktioniert perfekt.“

Für die kommenden Stunden sei leichter Wind mit einer Stärke von rund zehn km/h angesagt. „Das müssten wir vertragen ohne größere Feuer in der Nacht“, erklärte der Landesfeuerwehrkommandant.

Trotz sechs Tagen voller Anstrengung sei man personell noch lange nicht am Ende. Möglich gemacht durch die Struktur des Katastrophenhilfsdienstes würden die eingesetzten Kräfte „alle 24 Stunden“ ausgetauscht. „Wir können in der Früh immer mit voller Energie und frischen Mannschaften starten“, bekräftigte Fahrafellner im APA-Gespräch.

Die Flammen waren am Montag ausgebrochen. Das Feuer breitete sich extrem rasch aus - innerhalb von zehn Stunden von fünf auf mehr als 100 Hektar.

Hinsichtlich der Brandursache geht die Polizei von einer „fremden Zündquelle“ aus. Umfelderhebungen, etwa auch in umliegenden Hütten, werden durchgeführt. Zahlreiche Hinweise sind bereits eingegangen.


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