Medien: Demokrat Adams wird neuer Bürgermeister von New York

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Der Demokrat Eric Adams wird übereinstimmenden Prognosen zufolge 110. Bürgermeister der US-Metropole New York City. Der 61-jährige bisherige Stadtteil-Bürgermeister Brooklyns setzte sich bei der Abstimmung in der Acht-Millionen-Großstadt am Dienstag gegen seinen republikanischen Kontrahenten Curtis Sliwa durch, wie die Nachrichtenagentur AP und der Sender CNN berichteten. Adams wird damit ab Jänner das zweite schwarze Stadtoberhaupt New Yorks.

Er wird Nachfolger des eher unpopulären Bill de Blasio, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr als Bürgermeister antreten durfte. Adams galt als moderater Kandidat, der das höchste Amt mit einem Kurs zwischen linken und zentristischen Kräften führen will. Neben der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie - die mehr als 30.000 New Yorker tötete - dürfte eine der schwierigsten Aufgaben Adams im richtigen Umgang mit der Polizei liegen. Im Wahlkampf hatte er eine Balance zwischen seiner eher freundlichen Position gegenüber den oft kritisierten Einsatzkräften und der Gerechtigkeit vor allem für Schwarze angesichts des strukturellen Rassismus versprochen.

Adams war früher selbst Polizist und ist anders als einige New Yorker gegen die Kürzung des riesigen 6-Milliarden-Dollar Budgets des New York City Police Department (NYPD). Die Bekämpfung der Kriminalität sieht er als eine seiner wichtigsten Aufgaben. Neben Sicherheit versprach der künftige Bürgermeister im Wahlkampf auch Maßnahmen gegen überteuertes Wohnen, Investitionen in Schulen sowie 480 Kilometer neue Fahrradspuren.

New York City kommt in den USA auch politisch eine größere Bedeutung als anderen Städten zu, gilt sie doch als Gradmesser für progressive Politik. In der liberalen Hochburg galt Adams Sieg über Sliwa fast als Formsache.

Zusätzlich zum Amt des Bürgermeisters wurden am Dienstag in New York unter anderem auch die neue Spitze der Bezirksstaatsanwaltschaft bestimmt sowie neue Mitglieder des Stadtrats. Zudem wurde über eine Reihe von möglichen Verfassungsänderungen entschieden - darunter eine für ein Recht auf reine Luft, sauberes Wasser und eine gesunde Umgebung. Dort gab es zunächst noch keine Ergebnisse.


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