Rapid hofft gegen Dinamo Zagreb auf Déjà-vu

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Rapid ist mit einer großen Portion Optimismus zum Auswärtsspiel der Fußball-Europa-League am Donnerstag (21.00 Uhr/live ServusTV, Sky) gegen Dinamo Zagreb angereist. Die Hütteldorfer treten in der kroatischen Hauptstadt mit der Referenz von zuletzt sechs Pflichtspielen ohne Niederlage an. Zuversicht schöpft man auch aus dem 2:1-Heimsieg vor zwei Wochen im ersten Duell - in dieser Partie bot Rapid die wohl beste Saisonleistung.

Das zweite Kräftemessen mit Dinamo ist für den weiteren Verlauf der Gruppe H von großer Bedeutung. Nach drei Runden liegt West Ham United mit neun Punkten unangefochten an der Spitze, dahinter folgen Dinamo, Rapid und Genk mit je drei Zählern. Der Zweite bestreitet gegen einen Champions-League-Gruppendritten ein Play-off um die Achtelfinal-Teilnahme, der Dritte steigt in die Zwischenrunde der Conference League um.

Schon mit einem Punkt in Zagreb würde Rapid dem Überwintern im Europacup näherkommen. Um dies zu schaffen, müsse an die Darbietung von vor zwei Wochen angeknüpft werden, betonte Trainer Dietmar Kühbauer. „Da war Zagreb total überrascht, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, und jetzt wollen sie den Spieß umdrehen. Aber wir wollen alles daran setzen, dass wir ungeschlagen bleiben“, erklärte der 50-Jährige.

Kühbauer erwartet nach eigenen Angaben ein „intensives Spiel. Wir müssen gut in der Verteidigung sein, nach vorne unsere Möglichkeiten suchen und dieselbe Leidenschaft und Mentalität wie vor zwei Wochen an den Tag legen“, forderte der Burgenländer. Verzichten muss er auf den an einer Muskelblessur laborierenden Offensivspieler Taxiarchis Fountas. „Auf der Playstation kann er spielen, auf dem Platz wird es sich nicht ausgehen. Er ist auch gar nicht mitgefahren“, sagte Rapids Coach auf der Abschluss-Pressekonferenz.

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Dafür steht Kapitän Maximilian Hofmann trotz gebrochener Nase wieder zur Verfügung. Der Innenverteidiger und Torschütze im ersten Dinamo-Spiel war zuletzt beim 3:2 gegen den LASK wegen eines „Brummschädels“ zur Pause in der Kabine geblieben. „Nur eine Vorsichtsmaßnahme“, meinte der Abwehrspieler. Hofmann gab ein Unentschieden als Minimalziel aus, „auch wenn es schwierig wird. Aber wir wollen etwas mitnehmen, und dazu sind wir auch imstande.“

Ähnlich äußerte sich Robert Ljubicic. „Trotz unseres Heimsieges ist Dinamo Zagreb sicher leichter Favorit, doch natürlich wollen wir wie vor zwei Wochen auftreten und auch punkten“, meinte der Mittelfeldspieler, der dem Spiel mit besonderer Vorfreude entgegenblickt. „Ein Teil meiner Familie ist in Zagreb daheim und wird auch im Stadion dabei sein.“

Nicht im Maksimir dabei sein werden hingegen die Rapid-Fans - der Gästesektor bleibt aufgrund des UEFA-Urteils nach den Vorkommnissen beim West-Ham-Auswärtsmatch geschlossen. Auch ohne die Unterstützung des Anhangs zeigte sich Geschäftsführer Sport Zoran Barisic zuversichtlich. „Dinamo ist sehr heimstark und leicht zu favorisieren, doch wir rechnen uns durchaus Chancen aus. Wenn wir uns etwas zutrauen, ist etwas möglich.“

Am Mittwochnachmittag war Barisic gemeinsam mit Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek in Zagreb zur Einweihung eines Trainingsgeländes zu Ehren von Zlatko Kranjcar geladen. „Er war ein Idol für mich“, sagte Barisic über den im vergangenen März verstorbenen Ex-Rapidler, mit dem er sich als Jugendspieler auf einem Rapid-Trainingslager ein Zimmer geteilt hatte. Kranjcar war einst Spieler und Trainer bei Dinamo.


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