„Sea Eye“ mit 800 Migranten Richtung Lampedusa unterwegs

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Die Rettungsschiffe der deutschen Seenotrettungs-Organisationen Sea Eye und Mission Lifeline haben in der Nacht auf Donnerstag 400 Menschen in maltesischen Gewässern in Sicherheit gebracht, die am Mittwoch einen Notruf abgesetzt hatten. Die Migranten wurden an Bord der „Sea Eye-4“, die in den vergangenen Tagen bereits weitere 400 Migranten gerettet hatte, genommen. Das Schiff ist mit 800 Migranten nun Richtung Lampedusa unterwegs, teilte Sea Eye am Donnerstag auf Twitter mit.

Die 400 Migranten seien aus einem doppelstöckigen Holzboot gerettet worden, in das Wasser eindrang, hieß es. Mehrere Menschen befanden sich demnach ohne Schwimmwesten im Wasser und mussten aus dem Meer gerettet werden. Die vollständige Evakuierung des Holzboots sei erst nach Mitternacht abgeschlossen worden. Eine Person konnte noch auf dem Weg zur „Sea Eye-4“ erfolgreich reanimiert werden, teilte die Crew mit.

„Malta hatte die Meldungen des Seenotfalls durch die Hilfsorganisation Alarm Phone einfach ignoriert, obwohl sich das Boot in der maltesischen Such- und Rettungszone befand“, kritisierte Sea Eye.


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