Tschechiens Präsident kommt von Intensiv- auf Normalstation

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Der tschechische Präsident Miloš Zeman ist am Donnerstag im Zentralen Militärkrankenhaus (ÚVN) von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt worden. Dies bestätigte das Spital am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Das Staatsoberhaupt befindet sich seit dem 10. Oktober im Krankenhaus. Der Grund sei eine notwendige Behandlung im Zusammenhang mit einer bekannten chronischen Erkrankung, die zu einer eingeschränkten Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme führte, hieß es.

„Sein Gesundheitszustand bei der Einlieferung ins Krankenhaus erforderte zweifellos intensive Pflege“, hieß es in der Mitteilung am Donnerstag. Die Behandlung habe zu einer Verbesserung des klinischen Zustands des Präsidenten geführt, sodass er in ein Standardbett in der Rehabilitationsabteilung des Instituts für medizinische Versorgung verlegt wurde.

Zeman kommt aktuell eine besonders wichtige Rolle in der tschechischen Innenpolitik zu. Der Präsident muss den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Zwei liberal-konservative Parteienbündnisse hatten sich diese Woche ohne Auftrag auf die Bildung einer Regierung geeinigt.

Der Vorsitzende der Koalition „Gemeinsam“ und Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Petr Fiala, hatte am Dienstag erklärt, Zeman sei bereit, ihn zu empfangen, sobald er in ein Standardzimmer verlegt worden sei. Vonseiten des Präsidentenamtes gab es dazu bisher keine Bestätigung. Der noch amtierende Premierminister Andrej Babiš (ANO) soll ebenfalls mit dem Präsidenten zusammentreffen.


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