Rafik Schami erhält Zuckmayer-Medaille

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Rafik Schami erhält die Carl-Zuckmayer-Medaille 2022 des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Der 75-jährige Romanautor zähle zu den wichtigsten deutschen Schriftstellern der Gegenwart, der auch mit seiner klaren gesellschaftspolitischen Haltung überzeuge, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Donnerstag in Mainz im Anschluss an das Votum einer Fachjury. „Durch seine Verknüpfung mit der arabischen Erzähltradition hat er die deutsche Literatur wunderbar bereichert.“

Der „leidenschaftliche Erzähler von Geschichten voller Weisheit, Humor und Melancholie“ setze sich wortstark für Demokratie und Menschenrechte ein und baue Brücken zwischen den Kulturen, hieß es in der Würdigung des Autors. Rafik Schami wurde in Damaskus geboren, geriet mit dem syrischen Regime in Konflikt und wanderte 1970 über den Libanon nach Deutschland aus. Der in Marnheim im Norden der Pfalz lebende Schriftsteller hat mehr als 60 Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Erzählungen, Essays und Kinderbücher.

Die Zuckmayer-Medaille erinnert an den in Rheinhessen geborenen Schriftsteller Carl Zuckmayer. Der Preis wird am 18. Jänner 2022 zum 45. Mal verliehen, er ist mit einer Bronze-Medaille und einem Fass Nackenheimer Riesling verbunden. Preisträgerin des Jahres 2021 ist die Lyrikerin Nora Gomringer. Neben anderen wurden auch schon der Schweizer Autor Friedrich Dürrenmatt (1984), der Mainzer Lyriker und Liedermacher Hanns Dieter Hüsch (1989), die Poetin Hilde Domin (1992), der Schauspieler Mario Adorf (1996) und der Filmemacher Edgar Reitz (2004) mit der Zuckmayer-Medaille ausgezeichnet.

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