Entscheidungswoche bei der Klimakonferenz in Glasgow

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Am heutigen Montag geht die UNO-Klimakonferenz in Glasgow in die Entscheidungswoche, zum Verhandlungsstart auf Ministerebene wird Österreich von Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) vertreten. Die COP26 ist mit fast 40.000 registrierten Delegierten die größte ihrer Art. In der ersten Woche gab es einige Absichtserklärungen. In den wichtigen Bereichen, die für das Funktionieren des Pariser Klimavertrags notwendig sind, gab es bisher jedoch nur geringe Fortschritte.

Heute steht mit Klimaanpassung und „Loss and Damage“ das heikle Thema der Klimafinanzierung auf der Agenda. Es geht um einen finanziellen Ausgleich der Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels gegenüber den Entwicklungsländern für die bereits eingetretene Klimaschäden durch Dürren oder Unwettern. Lösungen braucht es zudem noch bei den Marktmechanismen für einen internationalen Emissionshandel und den Berichtspflichten bezüglich der Klimaziele.

Zur Halbzeit der Konferenz forderte der britische Premierminister Boris Johnson - Gastgeber des Gipfels in Schottland - weitere Zusagen und mehr Kompromissbereitschaft . Es gehe um das 2015 in Paris gemeinsam gesteckte Ziel, die Erderhitzung auf noch 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit einzudämmen. Dafür müssten laut Weltklimarat schon in diesem Jahrzehnt die Emissionen um 45 Prozent gesunken sein. Das Gegenteil ist aber der Fall, selbst die aktualisierten Klimaschutzpläne der 192 Vertragsparteien lassen CO2 & Co. weiter steigen.

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