Polen schloss wegen Migranten einen Grenzübergang zu Belarus

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Wegen der angespannten Situation an der Grenze zu Belarus hat Polen am Dienstag einen Grenzübergang zu dem östlichen Nachbarland geschlossen. Der Grenzverkehr für Waren und Personen am Übergang Kuznica sei wie angekündigt seit 7.00 Uhr eingestellt, bestätigte eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes. Am Montag hatten laut polnischen Behörden größere Gruppen von Migranten auf der belarussischen Seite in der Nähe von Kuznica vergeblich versucht, die Grenze zu durchbrechen.

Reisende wurden nun gebeten, von Kuznica auf die Grenzübergänge in Terespol und Bobrowniki auszuweichen. Die Regierung in Warschau und die EU werfen dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, Menschen aus Krisenregionen in sein Land einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen. Er hatte als Reaktion auf wegen Menschenrechtsverletzungen gegen sein Regime verhängte EU-Sanktionen erklärt, Migranten auf ihrem Weg zu einem besseren Leben im „gemütlichen Westen“ nicht mehr aufzuhalten.

In der Grenzregion gab es bereits mehrere Todesfälle unter Migranten. Die EU-Staaten Polen und Litauen haben in den vergangenen Monaten Tausende Grenzübertritte gemeldet. Deutschland gilt als ein Hauptziel der Migranten.

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