Erste Bewerber für CDU-Vorsitz wagen sich aus der Deckung

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In den Kampf um die Nachfolge von CDU-Chef Armin Laschet kommt Bewegung. Eine Woche nach dem offiziellen Start des Bewerberverfahrens hat der frühere deutsche Umweltminister Norbert Röttgen am Freitag in Berlin seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz angekündigt. Es wird erwartet, dass auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun am Freitag noch seinen Hut in den Ring werfen wird.

Spätestens in der nächsten Woche dürfte sich dann auch Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz zu seinen Ambitionen äußern. Nach dem schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl will sich die CDU personell neu aufstellen. Seit vergangenen Samstag können Bewerber für den Parteivorsitz nominiert werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 17. November. Alle Kandidaten müssen von einer Parteigliederung wie einem Kreis-, Bezirks- oder Landesverband nominiert werden.

Daran schließt sich bis zum 2. Dezember eine Vorstellungsphase an, in der die Kandidaten sich und ihr Programm präsentieren können. Bis zum 16. Dezember soll dann die erste Runde der Mitgliederbefragung erfolgen - online und per Briefwahl. Das Ergebnis einer vermutlich notwendig werdenden Stichwahl soll bis zum 14. Jänner vorliegen. Die neue Parteispitze soll am 21. Jänner auf einem Parteitag in Hannover gewählt werden.

Röttgen und Merz hatten bereits im vergangenen Jänner für den CDU-Vorsitz kandidiert, waren damals aber Laschet unterlegen. Während Röttgen bereits am Freitagfrüh in Berlin seine Kanidatur offiziell ankündigte, soll Braun nach Angaben eines Sprechers der hessischen CDU am Abend von seinem Heimatverband Gießen als Kandidat nominiert werden. Präsidium und Vorstand der Landespartei tagen ab 12.00 Uhr, bei dem virtuellen Treffen will der 49-Jährige den Angaben zufolge die Gründe für seine Bewerbung vorstellen. Braun ist Kreisvorsitzender der CDU Gießen und Mitglied des Landesvorstands der Christdemokraten in Hessen.


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