Erste Bewerber für CDU-Vorsitz wagen sich aus der Deckung

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In den Kampf um die Nachfolge von CDU-Chef Armin Laschet kommt Bewegung. Eine Woche nach dem offiziellen Start des Bewerberverfahrens hat der frühere deutsche Umweltminister Norbert Röttgen am Freitag in Berlin seine Kandidatur für den Vorsitz der konservativen deutschen CDU angekündigt. Es wird erwartet, dass auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun am Freitag noch seinen Hut in den Ring werfen wird.

Er kandidiere, „aus der tiefen Überzeugung, dass es kein „Weiter so“ gibt, erst recht kein „Zurück““, sagte Röttgen in der Bundespressekonferenz in Berlin. Es gehe um „eine inhaltlich definierte Erneuerung“ der CDU. „Die christlich demokratische Idee für unsere Zeit muss erarbeitet werden, mit den Mitgliedern, und sie muss in den Wettbewerb mit den anderen Parteien gehen.“ Die CSU müsse mehr die junge Generation und den Osten Deutschlands kümmern, forderte er.

Röttgen präsentierte für den Fall seiner Wahl die Hamburger Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann als künftige CDU-Generalsekretärin. Er kündigte zudem eine enge Zusammenarbeit mit CSU-Chef Markus Söder und Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus an.

Erwartet wird, dass im Laufe des Tages auch der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun nominiert wird. Bei einer virtuellen Landesvorstandssitzung der hessischen CDU will der 49-Jährige die Gründe für seine Bewerbung vorstellen, wie ein Sprecher der hessischen CDU angekündigt hat. Die Nominierung durch den Kreisverband Gießen solle ebenfalls noch an diesem Freitag erfolgen.

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Erwartet wird außerdem, dass auch der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag, Friedrich Merz, eine Kandidatur anmelden wird. Er hat sich dazu bisher aber noch nicht genau geäußert. Röttgen und Merz hatten bereits im vergangenen Jänner für den CDU-Vorsitz kandidiert, waren damals aber Laschet unterlegen. Röttgen sagte jetzt, er kandidiere in der Einschätzung, diesmal gewählt werden zu können.

Nach dem schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl will sich die CDU personell neu aufstellen. Seit vergangenen Samstag können Bewerber für den Parteivorsitz nominiert werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 17. November. Alle Kandidaten müssen von einer Parteigliederung wie einem Kreis-, Bezirks- oder Landesverband nominiert werden.

Daran schließt sich bis zum 2. Dezember eine Vorstellungsphase an, in der die Kandidaten sich und ihr Programm präsentieren können. Bis zum 16. Dezember soll dann die erste Runde der Mitgliederbefragung erfolgen - online und per Briefwahl. Das Ergebnis einer vermutlich notwendig werdenden Stichwahl soll bis zum 14. Jänner vorliegen. Die neue Parteispitze soll am 21. Jänner auf einem Parteitag in Hannover gewählt werden.


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