Mindestens 68 Tote bei Kämpfen in Gefängnis in Ecuador

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Bei erneuten Zusammenstößen in einem Gefängnis in Ecuador sind nach Polizeiangaben mindestens 68 Insassen getötet worden. Mindestens 25 weitere Häftlinge wurden nach Behördenangaben vom Samstag verletzt. Die Kämpfe zwischen Häftlingen in der Hafenstadt Guayaquil begannen demnach am Freitag. Die Polizei habe durch ihr Eingreifen „Menschenleben gerettet“, sagte der Gouverneur der Provinz Guayas, Pablo Arosemena.

In den chronisch überfüllten ecuadorianischen Gefängnissen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen zwischen Mitgliedern von Banden, die mit mexikanischen Drogenkartellen in Verbindung stehen. Mit seiner Lage zwischen den bedeutenden Drogenproduzenten Kolumbien und Peru ist Ecuador eine wichtige Drehscheibe für den Drogenschmuggel in die USA und nach Europa. Guayaquil im Südwesten Ecuadors ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Sie gilt als zentraler Umschlagplatz für den Kokain-Handel.

In Ecuador kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen in Gefängnissen. Bei blutigen Bandenkämpfen in der Haftanstalt Guayas N1 waren im September 118 Häftlinge ums Leben gekommen. Es war das bisher schwerste Massaker im ecuadorianischen Strafvollzug.

Im Juli starben bei Krawallen in Haftanstalten in Cotopaxi und Guayaquil insgesamt 21 Menschen. Im Februar waren bei heftigen Zusammenstößen zwischen rivalisierenden Banden in mehreren Gefängnissen 79 Menschen getötet worden.

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