Ungeimpften-Lockdown betrifft rund zwei Millionen

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Der ab Montag geplante „Lockdown für Ungeimpfte“ betrifft rund zwei Millionen in Österreich lebende Menschen. Wer weder geimpft noch in den letzten 180 Tagen von einer Corona-Erkrankung genesen ist, fällt unter die bereits aus den vergangenen Infektionswellen bekannten Ausgangsbeschränkungen. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Im Detail lässt sich die Zahl der Betroffenen aus den öffentlich verfügbaren Zahlen allerdings nicht berechnen.

Bekannt ist, dass gut 5,7 Millionen Menschen in Österreich als vollständig geimpft gelten. Sie haben also entweder bis zu drei Dosen der Corona-Schutzimpfung erhalten oder wurden nach einer überwundenen Infektion zumindest einmal geimpft. Ebenfalls bekannt ist die Zahl der Kinder unter zwölf Jahren - diese gute Million bleibt vom „Lockdown für Ungeimpfte“ ausgenommen.

Neben den Geimpften und den Kindern werden vom Lockdown auch für jene Personen ausgenommen bleiben, die in den vergangenen 180 Tagen von einer Infektion wieder genesen sind. Das sind fast 210.000 Menschen. Allerdings gibt es hier zwei Unschärfen: unklar ist, wie viele davon bereits geimpft sind. Und auch wie viele Genesene unter zwölf sind und daher ohnehin vom Lockdown ausgenommen bleiben, ist unklar. Die AGES veröffentlicht nämlich nur die Zahl der bis 14-Jährigen und der ab 15-Jährigen. Auf letztere entfallen 170.000 Genesungen.

Somit bleiben von 8,9 Millionen Österreicher also rund zwei Millionen Menschen, die der Lockdown in der einen oder anderen Form betreffen dürfte. Erleichterungen gibt es allerdings auch für jene Personen, die mit ihrer Impfung bereits begonnen, aber noch nicht alle dafür nötigen Impfdosen erhalten haben. Das sind rund 356.000 Personen. Sie können sich mit PCR-Tests aus dem Lockdown „freitesten“.

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