MAK zeigt wieder „100 beste Plakate“

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Als „visuelle Memos im öffentlichen Raum“ kamen Plakaten im Corona-Jahr 2020 laut MAK aufgrund der „enormen Einschränkungen im kulturellen Leben“ eine ganz besondere Bedeutung zu. Die „100 besten Plakate“ aus Österreich, Deutschland und der Schweiz stehen nunmehr in bewährter Manier in der gleichnamigen Ausstellung im Zentrum, die ab dem morgigen Mittwoch im Museum für angewandte Kunst in Wien zu bewundern ist.

„Die Siegerplakate bestechen durch einen variantenreichen Einsatz von Fotografie, wobei Typografie als ergänzendes Gestaltungselement immanent ist“, heißt es dazu in der Ankündigung der Schau. Gerade im Vorjahr hätten Plakate „wie seltsame Notizen aus einer Zukunft, die nie stattgefunden hat“ gewirkt und einen „surrealen Blick in ein utopisches Paralleluniversum“ geboten, wie es Dorothee Dähler und Yeliz Secerli im Katalogbeitrag beschreiben. Auch hätten sich einige der prämierten Grafikerinnen und Grafiker explizit mit dem Thema Stillstand auseinandergesetzt.

Für die heimische Zunft war der Wettbewerb 2020 der erfolgreichste bisher: So konnten sieben Plakate aus Österreich die Jury überzeugen. Darunter finden sich u.a. die von Christof Nardin und Pascal Magino vom Atelier Bueronardin gestaltete Serie zur Vienna Design Week, das Plakat für das Hahnenkamm-Rennen von Stefan Leberer (buero butter) oder die Kampagne Camilla Schielin des Tanzquartier Wien (studio VIE). Weitere 43 Siegerplakate stammen aus Deutschland, 50 aus der Schweiz. Insgesamt beteiligten sich 600 Grafiker, Agenturen und Studierende mit 868 Einzelplakaten und 321 Serien.

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