Landesgalerie-Chefin Ridler setzt auf „Dynamik und Wagemut“

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Bei einem Pressegespräch in Wien hat Gerda Ridler, designierte künstlerische Leiterin der Landesgalerie NÖ in Krems, am Mittwoch ihre Pläne für 2022 präsentiert. Schwerpunkte bilden die verstärkte Anbindung der NÖ Landessammlungen und heimische sowie internationale Kunst mit installativen Projekten. Ridler tritt ihre Funktion am 1. Jänner 2022 an.

„In fünf Jahren soll sich die Landesgalerie NÖ in die erste Riege der Kunstmuseen in Österreich einreihen“, ist Ridlers dezidiertes Ziel: „Die markante Architektur des Hauses verbinde ich mit Dynamik, Innovation und Wagemut. Das sind auch die Leitmotive für mein Programm.“

Mit einem fokussierten Ausstellungs-, Vermittlungs- und Veranstaltungskonzept soll die programmatische Identität des Hauses weiter gestärkt werden. Dabei will Ridler den großen Fundus der NÖ Landessammlungen nützen, aber auch der österreichischen Gegenwartskunst eine Bühne bieten. Ihre Prämisse: „Wenn es um die Qualität der Kunst geht, bin ich zu keinem Kompromiss bereit.“

Eine große Sammlungspräsentation „Kunst nach 1960“, co-kuratiert von Alexandra Schantl, bespielt ab 21. Mai das gesamte Gebäude über drei Etagen. Schon ab 12. März wird die noch von Ridlers Vorgänger Christian Bauer programmierte, von Felicitas Thun-Hohenstein in Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste Wien kuratierte Ausstellung „Die Erde lesen“ gezeigt. Eine retrospektive Werkschau zu Isolde Maria Joham, Würdigungspreisträgerin 2021, bildet dann ab 2. April den Auftakt zu Ridlers Amtszeit. Gemeinsam mit Günther Oberhollenzer bringt sie ab 2. Juli Arbeiten der japanischen, in Berlin lebenden Künstlerin Chiharu Shiota nach Krems.

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Weitere Vorhaben sind die Themenausstellung „Alpine Seilschaften. Bergsteigermalerei des frühen 20. Jahrhunderts“ (ab 5. November) sowie Präsentationen von Kulturpreisträgern und eine Personale (ab 3. Dezember). Darüber hinaus soll die Landesgalerie ein offenes Haus für Austausch, kreative Allianzen und Netzwerkarbeit sein, ein „integratives Forum der lebendigen Kunstbegegnung“, so Ridler. Dazu soll u.a. auch ein jährliches Sommerfest beitragen.


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