1.000 Polizeischüler in Reserve für Lockdown-Kontrollen

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Ab Montag wird die Polizei wieder die Einhaltung der Lockdown-Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie kontrollieren. Dafür stehen 1.000 Polizeischülerinnen und -schüler als Personalreserve zur Verfügung, teilte das Innenministerium am Freitag auf APA-Anfrage mit. Auszubildende im 2. Jahr können nämlich unter Anleitung von erfahrenen Beamten als Reserve zum Einsatz kommen hieß es. „Die Intensität der Kontrollen bleibt hoch“, kündigte das Innenministerium an.

Seit Montag bis gestern, Donnerstag, seien österreichweit rund 115.000 Kontrollen durchgeführt und dabei rund 700 Anzeigen und Organmandate erstattet bzw. ausgestellt worden. Dabei würden die Überprüfungen auf zwei Säulen stehen: einerseits im allgemeinen Streifendienst wie etwa bei Verkehrskontrollen als Teil jeder Amtshandlung. Dazu kommen Schwerpunktaktionen durch die Bereitschaftseinheiten und spezialisierte Streifen gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden, von denen es zumindest zwei pro Bezirk geben wird.

Das Ministerium wies auch darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger eine Mitwirkungsverpflichtung haben. Sollten etwa eine Ausnahme für die Ausgangsbeschränkung bestehen, muss man diese der Polizei gegenüber glaubhaft machen. „Die Kontrollen des Lockdowns sind notwendig, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen“, sagte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). „Ich appelliere an die Verantwortung der Menschen, die Polizei bei ihrem schwierigen Dienst zu unterstützen.“ Er rief die Bevölkerung auf, „die geltenden Maßnahmen ernst zu nehmen und einzuhalten“. Die Polizei sei Partner der Bevölkerung und der Gesundheitsbehörden: „Deshalb werden wir mit Augenmaß und mit Hausverstand, aber wenn nötig auch mit gebotener Schärfe diese Kontrollen umsetzen“, kündigte Nehammer an.

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