„Gravierende Anlaufprobleme“ bei 2Gplus in Wiener Theatern

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Die Erfahrungen des ersten Gültigkeitstags der neuen 2Gplus-Zutrittsregelung für Veranstaltungen in Wien waren offenbar eher ernüchternd. „Gravierende Anlaufprobleme“ meldet etwa das Theater in der Josefstadt. Auch am Burgtheater kam es zu Verzögerungen, Zutrittsverweigerungen und Stornos. Das ergab eine Nachfrage der APA an den beiden Häusern.

Die neue Wiener Regelung, nach der man zusätzlich zum Nachweis einer Genesung oder Impfung (sowie einer personalisierten Eintrittskarte und einem Ausweis) auch noch einen gültigen PCR-Test vorweisen muss, wird freilich nur drei Tage gültig sein. Ab Montag gilt bekanntlich wieder Lockdown für alle.

In den Kammerspielen der Josefstadt, wo eine Aufführung der „Dreigroschenoper“ angesetzt war, konnte man erst mit 15-minütiger Verspätung beginnen, im Haupthaus waren es zehn Minuten Zeitverzug. Das größte Problem laut Sprecherin Christiane Huemer-Strobele: „Wir hatten viele Besucher, die mit einem Selbsttest kamen, den wir leider nicht akzeptieren konnten.“ Während man in der Josefstadt dank der Zusammenarbeit mit einer benachbarten Apotheke das Problem rasch mit zertifizierten Schnelltests beheben konnte, stand diese Möglichkeit in den Kammerspielen nicht zur Verfügung. Am Ende blieben in der an sich ausverkauften Vorstellung rund 80 Sitze frei. Huemer-Strobele ortet „eine völlige Überforderung von beiden Seiten. Willkommenskultur ist anders!“

Auch an den Spielstätten des Burgtheaters, wo seit Bekanntgabe der neuen Regeln rund 50 Karten-Stornierungen gezählt wurden, kam es durch die komplizierteren Einlass-Kontrollen zu Verzögerungen. Laut Sprecherin Sabine Rüter wurden am Burgtheater und am Akademietheater jeweils rund zehn Gutscheine an jene Personen ausgegeben, denen der Zutritt aufgrund fehlender PCR-Tests verweigert werden musste. „Sie hatten das Ergebnis nicht rechtzeitig erhalten.“ Das stelle schon in Wien, wo Ergebnisse mitunter erst nach 36 Stunden einträfen, eine Herausforderung dar, „Besucher aus Niederösterreich haben jedoch fast keine Chance“.

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An beiden Theatern würde man nach dem Lockdown eine FFP2-Masken-Tragepflicht auch während der Vorstellung eindeutig einer Verlängerung der 2Gplus-Regelung vorziehen. Schon jetzt tragen viele Zuschauer die Masken freiwillig auch am Sitzplatz, heißt es aus Burgtheater und Theater in der Josefstadt.


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