Kermani erhielt Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels

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Zum Abschluss der Europäischen Literaturtage in Krems ist am Sonntagvormittag der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels (HVB) für Toleranz in Denken und Handeln verliehen worden. Der diesjährige Preisträger Navid Kremani nahm die Ehrung durch HVB-Präsident Benedikt Föger im Klangraum Minoritenkirche entgegen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Im Gespräch äußerte Kermani seine Skepsis gegenüber dem Anspruch, durch Sprache alles genau benennen und eindeutig bezeichnen zu wollen. Beunruhigt zeigte er sich auch über wachsendes religiöses Nichtwissen, das den Verlust eines Referenzraums für gesellschaftliche Werte mit sich bringe. Zu aktuellen Problemen wie Pandemie und Klimawandel meinte Kermani, diese seien nur global lösbar, und formulierte das Ideal einer „Weltbürgerschaft“ mit grenzüberschreitendem Verantwortungsbewusstsein. Mit der märchenhaften Geschichte vom Seufzerkobold aus dem Roman „Dein Name“ schloss Kermani: Allein durch die Frage, was man sich wünscht, macht es der Kobold dem Seufzenden etwas leichter.

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