Grossi betont Dialogbereitschaft vor Atomgesprächen mit Iran

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Knapp eine Woche vor Wiederaufnahme der internationalen Atomverhandlungen mit dem Iran hat der Chef der UNO-Atomenergiebehörde (IAEA) das Land besucht. Rafael Grossi unterstrich am Dienstag seine Bereitschaft, strittige Punkte zu klären. Die IAEA wolle den Dialog mit der iranischen Regierung vertiefen, so Grossi nach einem Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Eslami in Teheran. Die Behörde hatte zuletzt Berichte vorgelegt, in denen Streitfragen genannt wurden.

Sie betreffen etwa den Umgang mit den IAEA-Kontrolleuren in dem Land und die Forderung, dass die Behörde wieder Überwachungskameras in iranischen Nuklearanlagen anbringt. Eslami sagte, es habe Fragen gegeben „auf der Grundlage von Dokumenten, die unsere Feinde veröffentlicht haben“. Diese Fragen seien nun beantwortet, betonte der Chef der iranischen Atombehörde. „Teheran ist entschlossen, technische Probleme mit der Behörde zu lösen, ohne die Sache zu politisieren.“

Laut Diplomaten dürfte der IAEA-Vorstand auf seiner Sitzung am Mittwoch keine Schritte gegen den Iran beschließen, um die geplanten internationalen Verhandlungen mit dem Land nicht zu beeinträchtigen. Diese liegen seit Juni auf Eis. Am Montag soll in Wien eine neue indirekte Gesprächsrunde zwischen dem Iran und den USA starten.

Es geht um eine Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015, das auf internationaler Seite von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland, China und den USA unterzeichnet wurde. Allerdings stiegen die USA 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus der Vereinbarung aus und verhängten wieder harte Wirtschaftssanktionen. Der Iran begann ein Jahr später gegen die Auflagen des Abkommens zu verstoßen, unter anderem erhöhte er Schritt für Schritt die Uran-Anreicherung.

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Unter Präsident Joe Biden haben sich die USA offen für eine Neuauflage des Abkommens gezeigt. Es soll verhindern, dass der Iran an Kernwaffen gelangt. Die Führung in Teheran hat wiederholt erklärt, sie strebe nicht nach Atomwaffen und nutze die Atomanlagen zur Energiegewinnung.


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