Prozess um Tierquälerei gegen Winzer in Eisenstadt vertagt

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Ein Prozess gegen einen Winzer, in dessen Weingarten sich zwei Stare in Netzen verfangen haben und gestorben sein sollen, ist am Freitag am Landesgericht Eisenstadt vertagt worden. Die Staatsanwaltschaft warf dem 50-Jährigen aus dem Seewinkel Tierquälerei vor. Er bekannte sich nicht schuldig und bestritt, dass die Fotos mit den toten Vögeln, die eine Burgenländerin zur Anzeige gebracht hatte, tatsächlich seinen Weingarten zeigen.

Laut Anklage waren die Starenetze nicht sachgemäß angebracht, wodurch die Tiere sich verfingen und qualvoll verendeten. Angezeigt hatte das eine Hobby-Vogelbeobachterin, die mit dem Auto vorbeigefahren war und dabei die toten Vögel entdeckt hatte. Sie habe Fotos gemacht, mithilfe ihres Handys die Grundstücksnummer herausgesucht und ihre Beobachtung gemeldet, erzählte sie. Der Winzer bestritt jedoch vor Gericht beim Blick auf die Fotos, dass diese seinen Weingarten zeigen.

„Da gibt es so einen Steher nicht. Die Netze sind nicht so angebracht und ich habe andere Netze“, sagte der 50-Jährige. Auch einen Baum gebe es nicht wie am Foto auf seinem Grundstück. Richterin Birgit Falb versuchte daraufhin, mit der Vogelbeobachterin und einem Polizisten, der im Zuge der Ermittlungen an Ort und Stelle war, zu klären, ob es sich um den Weingarten des Angeklagten handle oder nicht. Auch der Beamte konnte aber nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob das Grundstück so ausgesehen habe.

„Wir haben möglicherweise den falschen Angeklagten auf der Anklagebank“, betonte Falb, die an die Anzeigerin appellierte: „Sie müssen schon aufpassen, wenn Sie jemanden anzeigen. Er wird jetzt verfolgt seit einem Jahr von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt und das ist möglicherweise das falsche Grundstück.“ Die Richterin vertagte den Prozess auf unbestimmte Zeit. Ein Beamter wurde beauftragt, nochmals zum Weingarten des Angeklagten zu fahren und nachzuschauen, ob die Fotos dort entstanden sein können.

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