Salzburg will in Klagenfurt wieder zurück in die Erfolgsspur

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Serienmeister Salzburg kämpft am Samstag (17.00 Uhr) in der 16. Runde der Fußball-Bundesliga auswärts gegen Aufsteiger Austria Klagenfurt, nicht zuletzt aber gegen sich selbst. In der Liga kam der Motor des Saisondominators zuletzt etwas ins Stottern, und in der Champions League ließen die „Bullen“ zudem in Lille den nächsten „Matchball“ liegen und müssen um den Aufstieg bangen. Unterdessen empfängt die Admira in der Südstadt den WAC, während die WSG Tirol in Altach gastiert.

Die Elf von von Salzburg-Coach Matthias Jaissle hat in den jüngsten fünf Liga-Partien dreimal nur ein Unentschieden erreicht. Und die Champions-League-Nachwehen sind auch noch im Hinterkopf. „Die Niederlage in Lille hat natürlich geschmerzt, das ist gar keine Frage“, gab Jaissle nach dem 0:1 in Lille zu Protokoll. Gerade in der Offensive herrscht aktuell eine leichte Flaute: In den jüngsten vier Pflichtspielen wurde nie mehr als ein Tor bzw. wurden insgesamt nur zwei Treffer erzielt. Am vergangenen Wochenende kam man zuhause über ein 0:0 gegen die Admira nicht hinaus. Jaissle gab sich vor der Fahrt an den Wörthersee dennoch optimistisch. „Bisher ist es der Mannschaft immer gelungen, den Schalter wieder umzulegen.“

Mittelfeldmann Brenden Aaronson gestand allerdings, dass der Wechsel von der Königsklasse in die Mühen der Ebene „keine ganz so einfache Sache“ sei, „aber für uns letztlich nicht neu. Das Champions League-Match gegen Lille ist bereits Vergangenheit, das Spiel gegen Klagenfurt ist die Gegenwart“, sagte der US-Amerikaner. „Klagenfurt macht das richtig gut und spielt als Aufsteiger eine sehr starke Rolle. Wir dürfen also nicht glauben, dass wir da so einfach drüberkommen.“

Klagenfurt will im Geisterspiel seine weiße Weste in der Heimstätte wahren, hat dort in sieben Partien bei zwei Siegen noch keine einzige Niederlage kassiert. Das alleine wird gegen Salzburg freilich nicht reichen. Gerade im Abschluss wünscht sich Trainer Peter Pacult Verbesserungen. „Seid noch gieriger“, forderte der ehemalige ÖFB-Teamkicker von seinen Mannen.

In der Südstadt peilt die Admira derweil ihren vierten Saisonsieg an. Gestärkt durch das jüngste 0:0 gegen Salzburg empfängt die Truppe von Trainer Andreas Herzog den Wolfsberger AC, der zuletzt eine herbe 1:5-Niederlage gegen die WSG Tirol kassierte. Die Kärntner wollen beweisen, dass es nach zuvor fünf Siegen in Folge nur ein Ausrutscher war. WAC-Coach Robin Dutt sprach nach der Watschen von einer „Lektion“ und peilt eine klare Steigerung an. „Ich hoffe, dass wir da weitermachen, wo wir vor drei Wochen aufgehört haben“, meinte er im Rückblick auf die Partien vor der Länderspielpause, als man die Austria, den LASK, Klagenfurt, Sturm Graz und Rapid (Torverhältnis 11:2) abgefertigt hatte.

Im West-Duell hofft vor allem die WSG Tirol auf einen wichtigen Schritt nach vorne. Die Wattener verspüren nach dem Kantersieg gegen Wolfsberg Höhenluft, während Altach nach zuletzt zwei Niederlagen vorerst am Tabellenende angekommen ist. Die Vorarlberger wollen am Samstag den Spieß jedoch umdrehen. Mit einem Sieg wären sie an der WSG vorbei. Thomas Silberberger sprach von einem „absolut wichtigen Spiel“ im Ländle. „Jeder kann die Tabelle lesen. Wenn wir in Altach gewinnen, docken wir wieder oben an, sind im Kampf um den Strich wieder mit von der Partie“, meinte der Tiroler. „Deswegen ist die Partie für uns so richtungsweisend, wie schon lange nicht mehr.“


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