Europacup-Fighter wieder im Liga-Alltag im Einsatz

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Die Europacup-Fighter Sturm Graz, Rapid und der LASK sind am Sonntag wieder im Alltag der heimischen Fußball-Bundesliga gefordert. Die Grazer gastieren um 14.30 Uhr bei der Wiener Austria. Während Sturm Tabellenplatz zwei verteidigen will, möchten die „Veilchen“ den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffen. Zur gleichen Zeit tritt der LASK in Hartberg an und will langsam aus dem Tabellenkeller wegkommen. Um 17 Uhr empfängt die SV Ried im Innviertel Rapid Wien.

Bei der Austria geht es sportlich und wirtschaftlich in den finalen Wochen der Herbstsaison um viel. Auf dem Rasen warten angefangen mit dem Heimspiel gegen Sturm auch noch Partien bei Rapid und gegen den LASK, im Hintergrund wird an der finanziellen Rettung gebastelt. Die Grazer wollen in einer ob der Corona-Vorgaben leeren Generali Arena die Müdigkeit abschütteln. Nach drei sieglosen Runden soll endlich wieder voll angeschrieben werden. „Wenn ich unsere Spiele durchgehend betrachte, waren die Basics immer da. Die Probleme, die ich sehe, sind im letzten Drittel“, analysierte Trainer Manfred Schmid vor der Partie.

Sturm wiederum will sich nach dem Europacup-Aus nun voll auf die Liga konzentrieren. „Unser Ziel ist es, in der Liga gute Leistungen auf den Platz zu bringen, Ergebnisse zu liefern und bis zur Winterpause Punkte zu hamstern“, sagte Christian Ilzer nach dem 0:2 in der Europa League bei PSV Eindhoven. Nach einem dichten Programm und einer Coronawelle im Kader muss Sturm mit den Kräften haushalten. Nach der Reise nach Wien wartet das Nachtragsspiel in Altach am Mittwoch, ehe es am kommenden Samstag daheim gegen die Admira geht.

Nach Tel Aviv ist für den LASK Hartberg. Die seit vier Pflichtspielen ungeschlagenen Linzer gastieren am Wochenende in der Oststeiermark und würden den TSV mit einem Sieg in der Tabelle hinter sich lassen. „Wir haben viel vor am Sonntag“, sagte Chefcoach Andreas Wieland mit Blick auf die noch immer magere Ausbeute in der Fußball-Bundesliga. Hartberg liegt drei Punkte vor den Schwarz-Weißen auf Rang acht, hat aber die jüngsten zwei Spiele verloren.

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Wie so oft nach einem erfolgreichen Auftritt in der Conference League will der LASK den internationalen Schwung in den Liga-Alltag mitnehmen. Diesmal fixierten die Oberösterreicher mit einem 1:0-Sieg bei Maccabi Tel Aviv vorzeitig den Gruppensieg und Aufstieg ins Achtelfinale des dritthöchsten UEFA-Clubbewerbs. In der heimischen Bundesliga heißt die Realität Platz elf, die Ergebnisentwicklung über die jüngsten Spiele ist aber positiv. Vier Pflichtpartien nacheinander hat der LASK nicht verloren, drei davon gewonnen.

Im Innviertel kommt es indes zum Duell zweier Tabellennachbarn. Der SK Rapid hat 19 Punkte auf dem Konto und ist damit einen Platz hinter Gastgeber Ried Fünfter. Bei den Hütteldorfern ist die Stimmung nach dem Aus für Ex-Trainer Dietmar Kühbauer und der erwarteten Europa-League-Niederlage gegen West Ham eher im unteren Bereich der Skala, die „Wikinger“ hingegen befinden sich für ihre Verhältnisse in einem Höhenflug. Die jüngsten vier Pflichtspiele hat Ried nicht verloren, dreimal verließen die Oberösterreicher den Platz als Sieger. Gegen Serienmeister Salzburg gab es ein äußerst respektables 1:1-Unentschieden.

Von einer schwierigen Partie sprach Rapid-Interimstrainer Steffen Hofmann. „Wir haben uns dort in vielen Jahren schwer getan. Wir werden eine Mannschaft auf dem Platz haben, mit der wir gewinnen wollen“, sagte der Deutsche nach der 0:2-Heimniederlage in der Europa League am Donnerstag. „Das soll nicht abwertend klingen, aber Ried hat nicht die Qualität von West Ham, deshalb wird es ein ganz anderes Spiel. Wir fahren hin, um zu gewinnen.“


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