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Tausende bei Demos in Klagenfurt, Graz und St. Pölten

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5.000 bis 6.000 Menschen, so die Schätzung der Polizei, haben sich am Samstag in Klagenfurt zusammengefunden, um gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung und insbesondere gegen die Impfpflicht zu demonstrieren. In Graz sind unterdessen bei zwei verschiedenen Demos gegen Impfpflicht und Corona-Maßnahmen am Samstagnachmittag bis zu 10.000 Menschen zusammengekommen. Rund 3.000 waren es in St. Pölten, wo es Anzeigen und Festnahmen gab.

In Klagenfurt hielt sich rund ein Drittel der Demonstrierenden an die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen, die Polizei schritt auch da und dort gegen Verstöße ein. Die Menge zog - Parolen skandierend - durch die Innenstadt. Bei der Abschlusskundgebung vor der Landesregierung sagte der Kärntner FPÖ-Obmann Erwin Angerer, er wolle keine politische Vereinnahmung, alle, die Widerstand leisten, seien willkommen. Er kämpfe als Bürger und Familienvater um seine Freiheitsrechte. Gegen 15.30 Uhr löste sich die Versammlung auf. „Aus polizeilicher Sicht sind wir sehr zufrieden, es gab keinerlei Ausschreitungen“, bilanzierte Polizeisprecher Rainer Dionisio gegenüber der APA. Es habe einige Anzeigen wegen Verstößen gegen die Covid-Maßnahmen gegeben, insgesamt sei aber alles sehr friedlich verlaufen. „Einige Menschen sind sogar zu den Polizeibeamten hingegangen und haben sich bedankt, dass sie demonstrieren durften“, berichtete Dionisio.

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„Es ist lautstark, aber friedlich bisher“, kommentierte ein Polizist gegenüber der APA die Demos in Graz. Eine Demonstration fand dabei stationär am Karmeliterplatz statt, die andere war als Marsch angemeldet und führte vom Hauptbahnhof über Annenstraße und Belgiergasse über die Mur zum Freiheitsplatz.

Zu Beginn waren es rund 5.000 Personen, die sich am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof einfanden. Nach dem Start des Marsches ging es über die Annenstraße, die Vorbeckgasse, die Belgiergasse und die Tegetthoff-Brücke durch die Innenstadt zum Freiheitsplatz, der gleich neben dem Karmeliterplatz ist. Von dem Zeitpunkt an vermischten sich die Demoteilnehmer der beiden parallelen Veranstaltungen verschiedener Organisatoren. Laut Polizei war es weitestgehend ruhig, über mögliche Verstöße gegen das Maskentragen gab es vorerst keine Berichte. Bereits am 15. November, einem Mittwoch, hatten sich in Graz rund 4.000 Personen versammelt, um gegen die Corona-Beschränkungen zu demonstrieren.

Gegen 14.00 Uhr startete in St. Pölten eine von der FPÖ initiierte und unter dem Motto „Für die Freiheit“ stehende Corona-Protestveranstaltung. Zunächst stand eine Kundgebung auf dem Domplatz auf dem Programm, im Laufe des Nachmittags sollte ein Marsch durch die niederösterreichische Landeshauptstadt folgen. Die Abschlussveranstaltung ist laut Polizei für 20.00 Uhr im Bereich des „Tor zum Landhaus“ geplant.

Am Nachmittag berichtete Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich von mehreren Anzeigen, überwiegend wegen Verstößen gegen die FFP2-Maskenpflicht. Zudem habe es einige Festnahmen „wegen aggressiven Verhaltens“ gegeben, hieß es. Genauere Zahlen wurden vorerst nicht genannt.


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