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Starker Rodionov siegt - Österreich führt gegen Deutschland

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Jurij Rodionov hat am Sonntag in Innsbruck nach einer sehr starken Leistung Österreichs Davis-Cup-Team gegen Deutschland mit 1:0 in Führung gebracht. Der 22-jährige Niederösterreicher besiegte in der wegen Corona leeren Olympiaworld den höher eingeschätzten Dominik Koepfer nach 85 Minuten mit 6:1,7:5. Damit hatte Dennis Novak im Anschluss gegen Jan-Lennard Struff die Chance, den ersten Sieg über Deutschland überhaupt einzufahren.

„Es ist ein tolles Gefühl, ich bin den Tränen nahe“, meinte Rodionov noch auf dem Platz zu einem seiner bisher wichtigsten Siege. „Das Einzige, was schade ist, dass wir zu Hause nicht vor den Fans spielen konnten. Das ist ein großes Minus. Mit den Fans wäre es zehn Mal besser gewesen“, dachte der Niederösterreicher an die Daumendrücker für das ÖTV-Team.

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Rodionov hatte nach der Niederlage gegen Serbien noch am Freitagabend erfahren, dass er ziemlich sicher am Sonntag eingesetzt werden würde. „So konnte ich Dominik gestern gegen Krajinovic beobachten. Ich wusste schon, wie ich gegen ihn spielen muss, ich habe ja vorher schon zweimal gegen ihn gespielt“, sagte Rodionov.

Der Spielverlauf sah zunächst sogar nach einem ganz glatten Zwei-Satz-Sieg aus, als Rodionov nach 26 Minuten Satz eins in der Tasche hatte und auch im zweiten bereits mit 4:2 führte. „Der Tank war bei 4:2 im zweiten komplett leer, selbst ohne Fans. Man spielt Davis Cup für Österreich, da gehen viele Gedanken durch den Kopf, die man nicht kontrollieren kann. Am Ende war ich der Glücklichere“, sagte Rodionov dazu auf ServusTV.

Der Österreicher, im Ranking als 139. klar hinter Koepfer (54.), geriet von 4:2 mit 4:5 ins Hintertreffen und musste sogar zwei Satzbälle abwehren. Er schaffte das Break zum 6:5 und dann doch noch die 1:0-Führung für die Gastgeber. „Ich habe mir nur gewünscht, dass ich ruhig bleibe und im Spiel bleibe und auf meine Chancen warte. Dennis ist alles zuzutrauen im Davis Cup“, hoffte Rodionov auf Novak.

Österreich hat alle bisherigen fünf Duelle mit Deutschland im Davis Cup verloren. Nur mit einem glatten 3:0-Sieg hätte die Truppe von Stefan Koubek nach dem 0:3 gegen Serbien noch eine kleine Chance auf den Aufstieg ins Viertelfinale. In dieses steigen nur die sechs Gruppensieger in Innsbruck, Turin und Madrid sowie die zwei punktebesten Gruppen-Zweiten auf.

Für Rodionov war es in seinem insgesamt vierten Davis-Cup-Einzel der erste Sieg für Österreich. Gegen Koepfer war es für Rodionov sogar schon sein insgesamt dritter Sieg im dritten Duell, u.a. hatte er den Deutschen dieses Jahr in der ersten Stuttgart-Runde auf Rasen in drei Sets geschlagen.


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