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Nach Novak-Niederlage musste im Davis Cup Doppel entscheiden

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Österreichs Davis-Cup-Team hat wie erwartet die Gruppenphase beim Finalturnier in Innsbruck nicht überstanden. Dies stand im zweiten Länderkampf der Gruppe F gegen Deutschland am Sonntag nach einer 5:7,4:6-Niederlage von Dennis Novak gegen Jan-Lennard Struff fest. Damit stand es nach den Einzeln 1:1, weil Jurij Rodionov zuvor Dominik Koepfer mit 6:1,7:5 besiegt hatte. Die ÖTV-Equipe hätte die Deutschen aber mit 3:0 besiegen müssen, um noch eine Viertelfinalchance zu haben.

Für das Doppel Oliver Marach/Philipp Oswald ging es im Anschluss aber zumindest noch zum den ersten Sieg über Deutschland im sechsten Länderkampf mit den Nachbarn.

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Novak musste im Kampf der beiden Top-Spieler in Abwesenheit von Dominic Thiem bzw. Alexander Zverev von Beginn weg einem Rückstand nachlaufen. Er gab gleich sein Service ab, schaffte aber bei 4:5 das Rebreak zum 5:5. Ein weiterer Serviceverlust zum 5:6 entschied jedoch Satz eins zugunsten der Gäste. Struff ließ sich in der Folge den Sieg nicht mehr nehmen, ein Break zum 2:1 stellte die Weichen dazu. Nach 73 Minuten war das zweite Einzel vorbei.

„Natürlich bin ich enttäuscht, ich habe ein Davis-Cup-Match für Österreich verloren. Ich glaube, dass heute mehr drinnen gewesen wäre. Es war jetzt kein gutes Match von mir, auch kein schlechtes“, resümierte Novak gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. „Ich bin mit einem schlechten Aufschlagspiel gestartet, dann immer besser reingekommen und habe dann ein gutes Returngame gespielt. Bei 5:5 im Game waren ein, zwei schlechte Entscheidungen dabei mit den zwei Stoppbällen, aber gegen so einen starken Aufschläger wie Struffi ist es schwer.“ So sei dann beim aus seiner Sicht etwas unglücklichen frühen Serviceverlust zum 1:2 im zweiten Satz schwierig geworden. „Ich war nicht weit weg von Breaks. Aber wenn man gegen ihn einem Break nachläuft, ist es schwer.“

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Im ersten Single hatte Rodionov nach sehr starker Leistung die Gastgeber in Führung gebracht. Der 22-jährige Niederösterreicher besiegte in der wegen Corona leeren Olympiaworld den höher eingeschätzten Koepfer nach 85 Minuten mit 6:1,7:5.

„Es ist ein tolles Gefühl, ich bin den Tränen nahe“, meinte Rodionov noch auf dem Platz über einen seiner bisher wichtigsten Siege. „Das Einzige, was schade ist, dass wir zu Hause nicht vor den Fans spielen konnten. Das ist ein großes Minus. Mit den Fans wäre es zehn Mal besser gewesen“, dachte der Niederösterreicher an die Daumendrücker für das ÖTV-Team.

Rodionov hatte nach der Niederlage gegen Serbien noch am Freitagabend erfahren, dass er ziemlich sicher am Sonntag eingesetzt werden würde. „So konnte ich Dominik gestern gegen Krajinovic beobachten. Ich wusste schon, wie ich gegen ihn spielen muss. Ich habe ja vorher schon zweimal gegen ihn gespielt“, sagte Rodionov.

Der Spielverlauf sah zunächst sogar nach einem ganz glatten Zwei-Satz-Sieg aus, als Rodionov nach 26 Minuten Satz eins in der Tasche hatte und auch im zweiten bereits mit 4:2 führte. „Der Tank war bei 4:2 im zweiten komplett leer, selbst ohne Fans. Man spielt Davis Cup für Österreich, da gehen viele Gedanken durch den Kopf, die man nicht kontrollieren kann. Am Ende war ich der Glücklichere“, sagte Rodionov dazu auf ServusTV.

Der Österreicher, im Ranking als 139. klar hinter Koepfer (54.), geriet von 4:2 mit 4:5 ins Hintertreffen und musste sogar zwei Satzbälle abwehren. Er schaffte das Break zum 6:5 und dann doch den Zweisatz-Sieg.

Österreich hat alle bisherigen fünf Duelle mit Deutschland im Davis Cup verloren. Nur mit einem glatten 3:0-Sieg hätte die Truppe von Stefan Koubek nach dem 0:3 gegen Serbien noch eine kleine Chance auf den Aufstieg ins Viertelfinale gehabt. In dieses steigen nur die sechs Gruppensieger in Innsbruck, Turin und Madrid sowie die zwei punktebesten Gruppen-Zweiten auf.

Für Rodionov war es in seinem insgesamt vierten Davis-Cup-Einzel der erste Sieg für Österreich. Gegen Koepfer war es für Rodionov sogar schon sein insgesamt dritter Sieg im dritten Duell, u.a. hatte er den Deutschen dieses Jahr in der ersten Stuttgart-Runde auf Rasen in drei Sätzen geschlagen.


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