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Auch Schmidhofer bei Rennen der Comebacks „mega-happy“

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Ein Rennen der gelungenen Comebacks war die erste Saison-Abfahrt der Alpinskifrauen am Freitag in Lake Louise. Von Rekordsiegerin Sofia Goggia abwärts gelang gut einem halben Dutzend Rennfahrerinnen in Kanada eine erfolgreiche Rückkehr auf die Rennpiste. Nicht über die Platzierung sondern über das Hiersein an sich freute sich auch Nicole Schmidhofer. 350 Tage nach ihrer karrierebedrohenden Knieverletzung gehört die Steirerin zu den Siegerinnen des Tages.

Und das trotz Platz 35 mit 4,62 Sekunden Rückstand auf Olympiasiegerin Goggia, die ebenfalls über ein sensationelles Abfahrts-Comeback jubelte. „Ich bin mega-happy, habe eine Riesenfreude“, freute sich Schmidhofer über ihre Rückkehr auf die Rennpiste, auf der sie alle ihre drei Abfahrts-Weltcupsiege gefeiert hat. „Das war gutes Skifahren von mir. Das, was ich kann. Leider habe ich zwei, drei Kurven verbremst, sonst wären sich sogar einige Pünktchen ausgegangen“, gab sich Schmidhofer gleich auch wieder ehrgeizig.

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„Ich kann eigentlich ein bissi mehr, nur halt wirklich ganz vorne noch nicht. Aber das war der nächste Schritt dort hin“, ist die 32-jährige Nichte von ÖSV-Kurzzeitpräsident Karl Schmidhofer überzeugt. Sie habe auch die Abstimmung nicht perfekt erwischt. „Ich war ein bissl zu aggressiv unterwegs, das hat auch gebremst.“

Aber das Wichtigste sei: „Das Knie ist unglaublich gut.“ Die Super-G-Weltmeisterin von 2017 war am 18. Dezember des Vorjahres in Val d‘Isere so schwer verunfallt, dass sie mehrmals am schwer verletzten Knie operiert werden musste. Sie habe mitbekommen, wie sehr sich die Konkurrenz mit ihr über die Rückkehr gefreut habe. „Es war ein wirklich langer Weg. Heute war ein Moment, den ich nicht so schnell vergessen werde.“ Spontan entschied Schmidhofer deshalb, trotz absehbarer Wetterverschlechterung auch am Samstag in der Abfahrt anzutreten.

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Da können die mannschaftlich starken Österreicherinnen versuchen, etwas näher an Goggia heranzukommen. „Irgendwie ein komisches Rennen. Aber bei Sofia hat alles perfekt zusammengepasst“, versuchte Christian Mitter die eineinhalb Sekunden Vorsprung der Olympiasiegerin aus Italien zu erklären. Mit seiner eigenen Truppe war der Rennsportleiter der ÖSV-Damen angesichts der Plätze 3 (Mirjam Puchner), 4 (Ramona Siebenhofer), 7 (Cornelia Hütter) und 11 (Tamara Tippler) sehr zufrieden. „Das ist von der Teamleistung her wirklich sehr gut.“

Besonders taugte ihm der erste Saison-Podestplatz durch Puchner. „Sie hat einen gewaltigen Grundspeed. Ich glaube, da geht sogar mehr. Sie kommt an einem guten Tag zu Goggia hin. Sie hat gezeigt, dass sie es kann“, lobte er die Salzburgerin.

Zu Schmidhofer als „heimliche Siegerin“ meinte der Steirer: „Es ist eigentlich ein Wahnsinn, dass sie da jetzt fahren kann. Und dann fast auch noch gleich Punkte macht. Das hätte ich mir vergangene Weihnachten nicht gedacht. Die ersten Gespräche mit Ärzten haben nicht darauf hingedeutet“, gestand Mitter. „Da ist medizinisch und in der Therapie viel gut gelaufen. Sie hat aber auch alles gegeben, um zurückzukommen.“


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