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Virologe Krammer in Sachen Omikron nicht allzu optimistisch

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Allzu optimistisch hat sich der in den USA tätige österreichische Virologe Florian Krammer am Dienstag nicht gezeigt, was die Omikron-Variante angeht. Auch wenn nach wie vor noch nicht genug Daten vorliegen würden und damit die Unsicherheit groß sei, um die Situation mit Omikron abschätzen zu können, „schaut‘s aber nicht gut aus“, meinte er in einer Diskussion per Live-Stream, den die Kunstuni Linz organisiert hat.

Denn erste Einschätzungen, die Virusmutation sei im Vergleich zu Delta harmloser, konnte er nicht bestätigen. So gehe die „Zahl der Neuinfektionen steil bergauf“ und auch die Zahl der Einweisungen in die Spitäler steige, sagte er. „Die sichere Annahme ist, dass diese Variante genauso gefährlich ist wie alle anderen“, stellte er weiters klar.

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Unklarheit gebe es hingegen noch in Hinsicht auf den Impfstoff. Dass die Forschung wegen Omikron dabei „zurück an den Start“ müsse, hält er für unwahrscheinlich. Wer eine Grundimmunität gegen Corona aufweise, verfüge über Antikörper produzierende Zellen, von denen durchaus „einige auch Omikron erkennen können“. Mit einem spezifischen Booster würden diese Zellen reaktiviert, so dass sich schnell eine Schutzwirkung - in sieben bis zehn Tagen - aufbauen könne, so Krammers Annahme.

Problematisch werde es seiner Ansicht nach für die Ungeimpften. Es könne „kompliziert“ werden, wenn Omikron und Delta nebeneinander zirkulieren. Wegen einer fehlenden Grundimmunisierung gegen Corona könne nicht geboostert werden, erklärte der Virologe. Fragen wie zum Beispiel, sollten Erststiche gegen Delta oder Omikron gegeben werden oder parallel, tun sich derzeit für ihn auf.


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