Genk mit Neo-Coach Storck in Entscheidungsspiel gegen Rapid

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Der belgische Fußball-Erstligist KRC Genk hat unmittelbar vor dem entscheidenden Europa-League-Heimspiel gegen Rapid einen neuen Trainer eingesetzt. Der ungarische Ex-Teamchef Bernd Storck übernimmt nach einer sportlichen Talfahrt den Club. Der 58-jährige Deutsche tritt die Nachfolge des Niederländers John van den Brom an, von dem sich die Belgier am Montag nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg getrennt hatten.

In den vergangenen Tagen hatten interimistisch Glen Riddersholm und Domenico Olivieri das Training geleitet. Am Donnerstag (21.00 Uhr/live ServusTV und Sky) gegen Rapid wird aber bereits Storck an der Seitenlinie stehen. „Wir wollen das Spiel gewinnen, ein neues Zeichen setzen“, betonte der frühere Borussia-Dortmund-Verteidiger am Mittwoch nach seiner ersten Einheit als Genk-Trainer. „Wir wollen diesen Negativlauf hinter uns lassen.“

Der belgische Cupsieger liegt nach 17 Runden nur auf dem achten Tabellenplatz. Die Ansprüche des Vizemeisters sind ganz andere. „Wir haben unglaublich viel individuelle Klasse, wir müssen es nur als Mannschaft auf den Platz bringen“, meinte Storck, der in Belgien bereits Royal Mouscron (2018/19) und Cercle Brügge (2019/20) betreut hatte.

Zuletzt war Storck bis April 2021 beim slowakischen Erstligisten Dunajska Streda tätig. Mit den Slowaken ging er im Vorjahr in der Europa-League-Qualifikation beim LASK mit 0:7 unter. An Österreich hat Storck aber auch gute Erinnerungen. Mit Ungarn landete er bei der EM 2016 in Bordeaux einen 2:0-Auftaktsieg gegen das ÖFB-Team und zog in weiterer Folge überraschend ins Achtelfinale ein.

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Bei seiner Feuertaufe in Genk steht einiges auf dem Spiel. Mit einem Sieg gegen Rapid könnten die Belgier bei gleichzeitiger Niederlage von Dinamo Zagreb in London gegen West Ham noch Platz zwei und damit die Europa-League-Zwischenrunde erreichen. Bei einem Punktgewinn gegen die Hütteldorfer würde man als Dritter immerhin noch in die Conference League umsteigen, eine Niederlage würde das Europacup-Aus bedeuten.

„Wir haben eine wichtige Aufgabe vor uns. Wir wollen weiterkommen, das ist klar“, sagte Storck, warnte aber vor Rapid: „Sie haben auch einen neuen Trainer, ein neues System.“ Ferdinand Feldhofer habe bereits im Wiener Derby gegen die Austria (1:1) einige taktische Elemente geändert. „Sie waren sehr gut, sehr diszipliniert“, meinte Storck. „Sie wissen auch, dass sie das Spiel gewinnen müssen. Das wird eine schwierige Aufgabe.“

Die Vorbereitungszeit war kurz. Storck kam erst am Dienstagabend in Genk an, am Mittwoch stellte er sich bei der Mannschaft vor. In die Favoritenrolle wollte sich der Deutsche nicht drängen lassen - auch wenn ihm im Gegensatz zu Feldhofer praktisch der gesamte Kader zur Verfügung steht. „Das Spiel ist offen.“ Rapid habe gute Möglichkeiten. „Sie haben auch unglaublich gute junge Talente drinnen.“


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