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Leopold Museum zeigt 2022 Alfred Kubin und Tilla Durieux

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Neun Ausstellungen werden 2022 im Leopold Museum zu sehen sein. Den Künstlern Alfred Kubin und Franz Hagenauer werden ebenso Präsentationen gewidmet wie dem Künstlerbund Hagen und dem einstigen österreichischen Theater- und Filmstar Tilla Durieux. Dazu kommt zum fünften Mal eine Kooperation mit dem ImPulsTanz Festival. Das gab das im Wiener Museumsquartier situierte Haus am Freitag bekannt.

Nach dem Lockdown wird am Sonntag (12. Dezember) wieder aufgesperrt. Dann sind die Dauerausstellung „Wien 1900. Aufbruch in die Moderne“ sowie die Ausstellungen „Die Sammlung Schedlmayer“ (bis 18. April) und „Ludwig Wittgenstein. Fotografie als analytische Praxis“ (bis 6. März) wieder zu sehen. Die erste neue Ausstellung im neuen Jahr gilt dem großen Zeichner Alfred Kubin (1877-1959). Die Ausstellung „Bekenntnisse einer gequälten Seele“ unternehme „den erstmaligen Versuch, die Kunst der Kubinschen Traumwelten, die allzu oft in alpdrückend-düstere Sphären vordringt, auch in ihrem Bezug zum Unbewussten, zu den Tiefendimensionen des Psychischen zu erfassen“, heißt es dazu. Direktor Hans-Peter Wipplinger arbeitet dabei als Kurator mit dem Psychoanalytiker und Psychiater August Ruhs zusammen und wird auch Arbeiten einbeziehen, die als Inspirationsquellen für Kubins Schaffen dienten.

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Ab 6. Mai präsentiert man unter dem Titel „Die Vornehmsten der Vornehmen“ erstmals die rund 600 Werke zählende Schenkung des Kunstsammlers Helmut Klewan. Ausgewählte Werke von Max Beckmann, Lovis Corinth, George Grosz, Oskar Kokoschka, Isolde Ohlbaum, Pablo Picasso und anderen bieten einen Einblick in diese umfangreiche Sammlung von Autorinnen- und Autoren-Porträts. Dem österreichischen Bildhauer Franz Hagenauer (1906-1986) gilt ab 20. Mai eine Ausstellung, die in Kooperation mit dem MAK und der Sammler-Familie Breinsberg entsteht. „Oft auf Ovoide reduziert, zählen seine ab den späten 1920er-Jahren entstandenen Köpfe und Büsten aus getriebenem Metall zu den radikalsten modernistischen Vorstößen in der österreichischen Kunst der Zwischenkriegszeit“, so die Ankündigung des Museums.

Nach einer in Kooperation mit dem Photoinstitut Bonartes entstehenden Schau über den Fotografischen Kunstverlag Otto Schmidt (ab 20. Mai) folgt im Herbst (ab 16. September) eine groß angelegte Auseinandersetzung mit dem 1900 in Opposition zum konservativen Künstlerhaus gegründeten Künstlerbund Hagen, der den Kurs einer radikalen Moderne vertrat und 1938 von den Nationalsozialisten aufgelöst wurde. Ungewöhnlich dann der Jahresabschluss: Die Schauspielerin Tilla Durieux (1880-1971) wird in einer Ausstellung als „Jahrhundertzeugin“ gefeiert. Sie galt als die am meisten porträtierte Frau ihrer Epoche und saß u.a. Auguste Renoir, Franz von Stuck, Ernst Barlach, Oskar Kokoschka und Max Oppenheimer Modell. Die Schau beleuchtet „ihre Karriere, ihr soziales und künstlerisches Umfeld sowie ihr von politischen Umbrüchen geprägtes, knapp ein Jahrhundert umspannendes Leben“.

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Die neuen Ausstellungen 2022:

Titel

Laufzeit

Kuratoren

„Alfred Kubin. Bekenntnisse einer gequälten Seele“

25.3.22-10.7.22

August Ruhs, Hans-Peter Wipplinger

„Die Vornehmsten der Vornehmen. Schriftsteller*innenporträts aus der Sammlung Klewan“

6.5.22-29.8.22

Stefan Kutzenberger

„Franz Hagenauer“

20.5.22-12.9.22

Ivan Ristić

„Geschäfte mit Kopien. Der ‚Fotografische Kunstverlag Otto Schmidt‘“

20.5.22-28.8.22

Michael Ponstingl (Photoinstitut Bonartes)

„Hagenbund. Von der gemäßigten zur radikalen Moderne“

16.9.22-6.2.23

Dominik Papst, Hans-Peter Wipplinger

„Tilla Durieux. Eine Jahrhundertzeugin und ihre Rollen“

14.10.22-27.2.23

Daniela Gregori

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