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Hauser verliert in Hochfilzen als 26. Weltcuptrikot

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Biathletin Lisa Hauser hat zum Auftakt des Heimweltcups in Hochfilzen als lediglich 26. des Sprints das Weltcupführungstrikot abgeben müssen. Die Tirolerin schoss am Freitag im Geisterrennen ohne Zuschauer bei tückischen Windbedingungen zweimal daneben. Ihr Rückstand auf die fehlerfreie Siegerin Hanna Sola aus Belarus für die Verfolgung am Sonntag ist mit 1:47 Minuten beträchtlich. Die Top Ten sollten aber in Reichweite sein.

Für die ÖSV-Männer setzte es beim ebenso ersten Sieg des Deutschen Johannes Kühn eine noch größere Sprint-Schlappe. Felix Leitner wurde mit zwei Strafrunden nur 32. Auch dem Topschützen Simon Eder unterliefen zwei Fehler, er kam beim Überraschungstriumph des Deutschen Johannes Kühn nicht über Rang 40 hinaus.

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Hauser verfehlte wie Eder zwei Stehendscheiben. „Das ist so der Worst Case, ab zwei reicht es nicht mehr für ein gutes Ergebnis. Das ist schon bitter, aber ich bin nicht brutal unzufrieden. Ich muss schauen, dass ich das am Sonntag besser mache“, betonte Hauser. Für sie sei es nicht leicht gewesen, im Führungstrikot anzutreten. „Es war mir schon klar, dass ich das im Sprint schwer halten kann, dafür musst du unter die Top sechs laufen. Aber ich bin nach wie vor in Schlagdistanz“, ergänzte die 27-Jährige aus Reith bei Kitzbühel, die beim Auftakt in Schweden einen Sprint gewonnen hatte.

In Hochfilzen wartet die Massenstartweltmeisterin hingegen weiterhin auf einen Podestplatz. Das wird wohl auch nach dem Sonntag so bleiben, denn ihr Rückstand auf die Spitze um die vom ehemaligen ÖSV-Trainer Reinhard Gösweiner gecoachte Sola ist enorm. „Dass sie es bei den schweren Bedingungen so gemacht hat, ist wunderschön“, freute sich Gösweiner über den ersten Erfolg der im Schießen zuletzt stark verbesserten 25-Jährigen. Sola gewann fehlerfrei und überlegen vor Justine Braisaz-Bouchet (FRA) und Marte Olsbu Röiseland. Die Norwegerin ist vor Dschinara Alimbekawa (BLR) und Hauser neue Gesamtleaderin.

Hausers Teamkolleginnen kamen nicht einmal in die Weltcuppunkteränge. Nur Julia Schwaiger schaffte es als 55. immerhin noch in die Verfolgung. Davor hatten auch schon die ÖSV-Männer wie in Schweden in den Sprints nichts mit den Spitzenplätzen zu tun gehabt. „Es war ein harter Arbeitstag, ich habe mir am Schießstand schwergetan. Zwei Fehler sind doch zu viel“, sagte Leitner. Sein Rückstand auf Kühn betrug 1:15 Minuten.

Eder fehlen vor der Verfolgung am Samstag eineinhalb Minuten auf die Spitze. Der Routinier haderte mit den zwei Fehlschüssen. „Das ist schade, daheim tut das doppelt weh“, bedauerte der Salzburger. Schmerzlich sei aber auch das Fehlen der Fans. „Man gewöhnt sich fast schon daran. Es ist natürlich schade, aber wir müssen froh sein, dass wir auch im Lockdown laufen können.“ Seine Ausgangslage für die Verfolgung am Samstag sei natürlich alles andere als ideal, er hoffe aber auf eine ähnliche Aufholjagd wie zuletzt in Schweden ohne Fehlschuss von Platz 27 auf 6.

Die anderen vier ÖSV-Männer verpassten außerhalb der Top 40 Weltcup-Punkte. David Komatz rutschte an seinem 30. Geburtstag als 56. gerade so ins Verfolgungsfeld der besten 60. Der gleichaltrige Kühn skatete indes mit einem Fehlschuss völlig unerwartet zu seinem ersten Erfolg. Der Bayer triumphierte deutlich vor Weltmeister Martin Ponsiluoma aus Schweden (1 Strafrunde) und dem Belarussen Anton Smolski (0). Wie die Österreicher enttäuschten auch die Asse aus Norwegen, die mit augenscheinlichen Problemen in der Loipe mit Tarjei Bö (5.) nur einen unter die Top 15 brachten.


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