Auswärtsschwache Rapid gastiert bei heimschwacher Admira

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Rapid will nach einem Herbst mit einigen Tiefen mit einem positiven Erlebnis in die Winterpause der Fußball-Bundesliga gehen. Der geschaffte Europacup-Verbleib soll dem Team von Neo-Trainer Ferdinand Feldhofer einen Schub geben, um am Sonntag bei der Admira zum erst sechsten Mal heuer voll anzuschreiben. Der LASK wäre mit einem Sieg gegen die Austria bis auf einen Zähler an den Wienern daran. Austria Klagenfurt bittet Sturm Graz zum Duell um Platz drei.

In der Südstadt gastiert mit Rapid das beinahe auswärtsschwächste Team der Liga beim beinahe heimschwächsten. „Die Admira ist ein unangenehmer Gegner, der Boden wird nicht einfach zu bespielen sein. Wir können uns auf einen Fight einstellen“, meinte Feldhofer vor dem Spiel der 18. Runde. Mit einem Dreier vor potenziell 4.000 Zuschauern in Maria Enzersdorf würden die fünftplatzierten Hütteldorfer näher an das erste Quartett heranschnuppern, da sich zeitgleich Austria Klagenfurt (4.) mit Sturm Graz (3.) duelliert.

Mitte September gewann die von Rapid-Ikone Andreas Herzog gecoachte Admira sensationell 2:1 in Wien und punktete zuletzt auch gegen die Liga-Topteams Sturm (1:1), Salzburg (0:0) und Klagenfurt (3:3) - jedoch ausnahmslos in der Fremde. Die jüngere Heimbilanz ist wenig angsteinflößend. Die letzten drei Spiele wurden verloren, nur Altach (5) hat zuhause weniger Punkte als die Niederösterreicher (8) geholt.

Herzog freute sich am Freitag jedenfalls über die Rückkehr der Zuschauer. „Gerade gegen Rapid wird bestimmt eine gute Stimmung im Stadion herrschen - und das braucht meine Mannschaft.“ Rapid habe gegen Genk ein sehr gutes Match abgeliefert. „Wir gratulieren ihnen zum Weiterkommen, aber am Sonntag ist damit Schluss, denn wir wollen die Herbstsaison mit einem Sieg beenden.“

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International im Hoch strebt der LASK danach, zum Jahresabschluss auch in der Bundesliga seine Chancen zu erhöhen. Fünf Spiele vor Ende des Grunddurchgangs nur auf dem zehnten Platz liegend ergibt sich für die Linzer am Sonntag bei der Austria ein Schlüsselspiel. Mit einem Sieg ist man bis auf einen Zähler an den derzeit sechstplatzierten Wienern daran. Diese wollen ihrerseits einen Konkurrenten abschütteln.

„Die Bedeutung dieses Spiels ist für beide Mannschaften groß. Unser Ziel ist zu gewinnen, oder den LASK zumindest auf Abstand zu halten. Wenn wir gewinnen, sollte uns der LASK unter normalen Umständen nicht mehr einholen können“, skizzierte Austria-Trainer Manfred Schmid die Ausgangslage aus violetter Sicht. Schmid erwartete anstürmende Gäste. Der LASK werde offensiv auftreten. „Sie brauchen den Sieg. Sie werden versuchen, uns früh zu attackieren, uns unter Druck zu setzen.“

LASK-Coach Andreas Wieland rotierte gegen Helsinki bereits, um sich auf die Aufgabe einzustimmen. „Wir haben noch 90 Minuten plus Nachspielzeit vor uns. Da werden wir alle Kräfte mobilisieren um eine gute Leistung zu bringen und ein gutes Ergebnis zu erzielen“, betonte der 38-Jährige. Angreifer Andreas Gruber hielt mit Blick auf Sonntag fest: „Ich glaube, dass wir alle sehr brennen für das Spiel.“

Am Ende des Aufstiegsjahres winkt Austria Klagenfurt sogar ein Weihnachtsfest auf Platz drei der Fußball-Bundesliga. Mit einem Heimsieg am Sonntag (14.30 Uhr) über Sturm würden die zu Hause in acht Spielen noch unbesiegten Kärntner punktegleich mit den Steirern in die Winterpause gehen. Die Mannschaft von Peter Pacult trägt eine imposante Heimstatistik vor sich her, doch die Stimmungslage der drittplatzierten Grazer hat sich zuletzt wieder merklich aufgehellt.

Dafür verantwortlich ist nicht zuletzt das 1:1 gegen Monaco zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase. „Jeder freut sich, dass es am Sonntag wieder weitergeht, es gibt nichts Schöneres als alle drei Tage zu spielen. Wir können Selbstvertrauen mitnehmen und stehen am Sonntag wieder parat“, sagte Jakob Jantscher, der Donnerstag-Torschütze und Topscorer (8 Tore/8 Vorlagen) der Liga.

Ein Sieg wäre für beide Teams gleichbedeutend mit „big points“ im Meistergruppen-Rennen. Sturm etwa läge bei dann noch vier Runden, die vor der Punkte- und Ligateilung ausstehen, zumindest sieben Punkte über dem „Strich“. Die Grazer haben die beiden jüngeren Duelle (2:1/7. Runde), 4:2 n.V. (Cup, 2. Runde/2019) für sich entschieden, bekommen es aber wie zuletzt häufig mit einem Gegner zu tun, der „mehr Zeit für Regeneration hatte“, wie Trainer Christian Ilzer weiß.

Klagenfurt-Trainer Peter Pacult will vom Meistergruppen-Gerede nichts hören. „Damit beschäftige ich mich nicht. Vor uns liegt ein schweres Match gegen Sturm, dann kommt die Winterpause und da wird sich einiges tun. Die Kader verändern sich, im Februar wird sich dann zeigen, wo man steht“, sagt der 62-Jährige. „Wir sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu schauen.“


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