Brignone bei Windspielen in St. Moritz vorne, Siebenhofer 5.

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Federica Brignone hat in St. Moritz zum 17. Mal im alpinen Ski-Weltcup gewonnen. Die Italienerin setzte sich am Sonntag im zweiten Super-G dieses Wochenendes vor ihrer Landsfrau Elena Curtoni und der Weltcup-Führenden Mikaela Shiffrin aus den USA durch. Beste Österreicherin war Ramona Siebenhofer, die als Fünfte als einzige aus dem rot-weiß-roten Team die Top Ten knackte. Topfavoritin Lara Gut-Behrami stürzte nach dem Steilhang in einer Linkskurve.

Die Schweizerin schoss im unteren Teil der Corviglia-Piste mit hohem Tempo über die Absperrung hinaus, war kurze Zeit später aber wieder auf den Beinen. Unter großem Jubel fuhr die Siegerin des Super-G vom Samstag selbst ins Ziel hinab. Über etwaige Verletzungen war vorerst nichts bekannt.

Im Gegensatz zum vergangen Tag, der von Schlechtwetter dominiert war, zeigte sich am Sonntag die Sonne ungetrübt. Allerdings bereiten starke Windböen vor allem weiter oben Probleme. Sie sorgten dafür, dass die Jury den eigentlichen Super-G-Start aufgab und den Reservestart aktivierte, womit das Rennen um eine Dreiviertelstunde später losging.

Aufgrund des tieferen Starts fehlte bei den anschließenden Passagen die Geschwindigkeit, die nach der Besichtigung geplante Herangehensweise musste dadurch adaptiert werden. Zudem blieb der Wind auch weiter unten ein Problem. „Es ist extremer Rückenwind heute“, meinte Tamara Tippler, die sich bei einem Tor verschätzte und ausschied.

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Hinzukommend verblies der Wind die oberste Schneeschicht. Die perfekte Linie zu treffen, war dadurch extrem schwierig. Auch Christine Scheyer kämpfte und verpasste schließlich ein Tor. „Du siehst einfach nichts“, ärgerte sich die Vorarlbergerin nachher.

Die Verhältnisse waren aber konstant, die höheren Startnummern hatten zumindest keinen Nachteil. Das zeigte etwa die Fahrt der Neuseeländerin Alice Robinson mit Nummer 26 auf Platz vier - ihrem besten Super-G-Ergebnis. Oder auch Siebenhofer, die mit Nummer 31 Fünfte wurde. „Gestern war ich ein bisschen grantig, ich habe mir mit einem Tor das ganze Rennen verhaut“, meinte die Steirerin. „Ich habe gewusst, ich kann ganz vorne mitfahren. Cool, dass es für einen so guten Platz gereicht hat.“ Cornelia Hütter belegte den 12. Platz.

Die dominierende Nation im Engadin war diesmal Italien. Brignone war eine von fünf Italienerinnen unter den ersten neun, Sofia Goggia musste sich mit dem sechsten Platz begnügen. Shiffrin stand als einzige wie 24 Stunden zuvor, als sie ebenfalls Dritte geworden war, erneut auf dem Podest.


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