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Explosion auf Sizilien kostete mehrere Menschenleben

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Eine schwere Explosion hat am Samstagabend auf Sizilien ein Wohnhaus zum Einsturz gebracht und zumindest drei Menschen das Leben gekostet. Zunächst war von vier Toten die Rede gewesen. Die Leichen von zwei Frauen und eines Mannes konnten geborgen werden, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Zwei Frauen zogen die Retter in dem Ort Ravanusa lebend aus den Trümmern. Mindestens sechs Menschen gelten nach Angaben des Zivilschutzes noch als vermisst, darunter eine Schwangere.

Bei den Todesopfern könnte es sich um Mitglieder einer Familie handeln, berichteten italienische Medien. Unter den Vermissten befinden sich keine Kinder. Die Suche war schwierig, da wegen eines Gaslecks immer wieder Flammen aufflackerten. Insgesamt seien 100 Menschen obdachlos geworden, sagte Ravanusas Bürgermeister Carmelo D‘Angelo. Die Ortschaft zählt circa 11.000 Einwohner.

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Der Bürgermeister rief nach der Explosion die Bevölkerung zur Hilfe auf. „Jeder mit Schaufeln und Bulldozern“ solle helfen, schrieb er im Online-Netzwerk Facebook. Er sprach von einem „Desaster“. Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella drückte der betroffenen Bevölkerung seine Nähe aus.

Es war etwa 20.30 Uhr, als ein lauter Knall die Menschen in Angst und Schrecken versetzte. Vermutlich war eine defekte Gasleitung Auslöser des Unglücks. Durch die Detonation stürzte das vierstöckige Haus ein, anliegende Gebäude wurden teils zerstört. Die Nachbargebäude waren verkohlt und beschädigt. Immer wieder flammten Feuer auf. Spürhunde suchten in den Trümmern. Betroffen war ein 10.000 Quadratmeter großes Gelände. „Das ist ein ungewöhnliches Szenario, da die Schäden von Gasexplosionen in der Regel eher begrenzt sind“, kommentierte Luca Cari, der Kommunikationsleiter der Feuerwehr.

„Es scheint wie Beirut“, sagte der Chef des regionalen Zivilschutzes, Salvo Cocina, der Nachrichtenagentur Adnkronos mit Blick auf die verheerende Explosion in der libanesischen Hauptstadt. Er sprach von zersplittertem Glas und Trümmern, die Dutzende Meter vom Ort der Explosion weggeschleudert worden seien.

Wie es zur Explosion kam, muss nun untersucht werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt und beauftragte einige Gutachter, das von der Explosion betroffene Gelände zu überprüfen. Ein Zeuge berichtete, er habe in der vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen.


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