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Nehammers Israel-Reise wegen Omikron verschoben

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Die von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) Ende Dezember nach Israel geplante Reise wird verschoben. Das Bundeskanzleramt begründete dies am Montag mit den Restriktionen wegen der Coronavirus-Variante Omikron. Nehammer selbst hatte schon am Wochenende in Interviews angekündigt, dass die geplante Reise „schwierig“ werden würde, „weil uns das Virus einen Strich durch die Rechnung macht“. Nehammer hatte Israel in seiner Funktion als Innenminister vor etwa einem Monat besucht.

Wegen der ansteckenderen Omikron-Variante des Coronavirus hat Israel am Freitag die Einreisebeschränkungen für Touristen um weitere zehn Tage verlängert. Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis kurz vor Weihnachten geschlossen, hatten Ministerpräsident Naftali Bennett und Gesundheitsminister Nitzan Horowitz mitgeteilt. Aktuell sind die Infektionszahlen in dem Mittelmeerland, das als Vorreiter in Sachen Pandemiebekämpfung gilt, verhältnismäßig niedrig.

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Nehammer war am 10. November als Innenminister für drei Tage nach Israel gereist. Er traf damals seine Amtskollegin Ayelet Shaked, Außenminister Yair Lapid und den Minister für Öffentliche Sicherheit, Omer Bar-Lev. Er besuchte die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Und er überreichte Nachkommen von österreichischen NS-Opfern in Tel Aviv feierlich die österreichische Staatsbürgerschaft. Ein Treffen mit Bennett fand nicht statt.

Den israelischen Regierungschef Bennett wollte ursprünglich der frühere Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schon im Oktober besuchen. Doch kurz vor der geplanten Reise war Kurz wegen der Ermittlungen gegen ihn vom Kanzleramt zurückgetreten. Kurz hatte ein sehr freundschaftliches Verhältnis zum früheren israelischen Premier Benjamin Netanyahu gepflegt.


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